Laboratorium der Stammesgeschichte
Von Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Prof. emeritus; Leiter des Humanethologischen Filmarchivs der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs; Direktor des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Stadtethologie in Wien; Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Heinz Sielmann Stiftung seit 1997.
Die Galápagos-Inseln sind als „Laboratorium der Stammesgeschichte“ in die Literatur eingegangen. Die etwa 1.000 Kilometer westlich von Ecuador gelegene Inselgruppe ist rein vulkanischen Ursprungs und war im Laufe der Erdgeschichte nie mit dem Festland verbunden. Aus diesem Grund ist sie für die Evolutionsforschung von enormem Interesse.
Vor diesem Hintergrund bereiste 1835 der Naturforscher Charles Darwin die Inseln. Beim Studium der Inselrassen der Riesenschildkröten und der Verwandtschaftsähnlichkeiten der verschiedenen Arten von Finken fand Darwin heraus, dass Arten wandelbar sind. Den entscheidenden Wirkmechanismus der Evolution erkannte Darwin im Selektionsprinzip – damit begründete er seine Evolutionstheorie.
Als ich vor 50 Jahren an der von Hans Hass organisierten Xarifa-Expedition auf die Galápagos-Inseln teilnahm, erkannte ich die von der Menschheit ausgehenden Gefahren für dieses einzigartige Experimentierfeld der Evolution. Der Internationalen Union für den Naturschutz (IUCN) und der UNESCO unterbreitete ich einige Vorschläge wie den, eine biologische Station einzurichten, die sich der Erforschung der gefährdeten Lebensgemeinschaften widmet. Als Ergebnis dieser Initiative existieren heute die Charles Darwin Station, die Charles Darwin Foundation sowie die genau definierten Schutzgebiete.
1960 fuhr ich gemeinsam mit Heinz Sielmann, mit dem ich seit 1951 befreundet war, zu den Inseln. Unter anderem wirkte ich als ethologischer Berater und durch Unterwasseraufnahmen bei der Herstellung des abendfüllenden Kinofilms „Trauminseln im Pazifik“ mit, in dem Heinz Sielmann die dortige faszinierende Tier- und Pflanzenwelt zeigte.
Die Heinz Sielmann Stiftung entschloss sich spontan zu helfen und unterstützte die vielfältigen Maßnahmen gegen die Ölkatastrophe in Zusammenarbeit mit dem WWF und der Charles Darwin Forschungsstation auf Galápagos. Glücklicherweise trieb das Öl zum großen Teil auf das offene Meer hinaus, so dass die Gelder im Wesentlichen für Präventivmaßnahmen eingesetzt werden konnten. So wurden die besonders sensiblen Bereiche der Inseln dokumentiert, um bei zukünftig drohenden Umweltkatastrophen schneller reagieren zu können. Auch für die Zukunft erwägt die Heinz Sielmann Stiftung, die für den erfolgreichen Naturschutz auf den Galápagos-Inseln benötigte Forschung durch die Förderung von Langzeit-Projekten zu unterstützen.
Die Galápagos-Inseln sind als „Laboratorium der Stammesgeschichte“ in die Literatur eingegangen. Die etwa 1.000 Kilometer westlich von Ecuador gelegene Inselgruppe ist rein vulkanischen Ursprungs und war im Laufe der Erdgeschichte nie mit dem Festland verbunden. Aus diesem Grund ist sie für die Evolutionsforschung von enormem Interesse.
Vor diesem Hintergrund bereiste 1835 der Naturforscher Charles Darwin die Inseln. Beim Studium der Inselrassen der Riesenschildkröten und der Verwandtschaftsähnlichkeiten der verschiedenen Arten von Finken fand Darwin heraus, dass Arten wandelbar sind. Den entscheidenden Wirkmechanismus der Evolution erkannte Darwin im Selektionsprinzip – damit begründete er seine Evolutionstheorie.
Als ich vor 50 Jahren an der von Hans Hass organisierten Xarifa-Expedition auf die Galápagos-Inseln teilnahm, erkannte ich die von der Menschheit ausgehenden Gefahren für dieses einzigartige Experimentierfeld der Evolution. Der Internationalen Union für den Naturschutz (IUCN) und der UNESCO unterbreitete ich einige Vorschläge wie den, eine biologische Station einzurichten, die sich der Erforschung der gefährdeten Lebensgemeinschaften widmet. Als Ergebnis dieser Initiative existieren heute die Charles Darwin Station, die Charles Darwin Foundation sowie die genau definierten Schutzgebiete.
1960 fuhr ich gemeinsam mit Heinz Sielmann, mit dem ich seit 1951 befreundet war, zu den Inseln. Unter anderem wirkte ich als ethologischer Berater und durch Unterwasseraufnahmen bei der Herstellung des abendfüllenden Kinofilms „Trauminseln im Pazifik“ mit, in dem Heinz Sielmann die dortige faszinierende Tier- und Pflanzenwelt zeigte.
Im Einsatz für eine intakte Natur auf Galápagos
Wie sich schon damals abzeichnete, sieht sich auch heute der Naturschutz mit immer neuen Problemen konfrontiert. Als der Tanker „Jessica“ im Januar 2001 havarierte, breitete sich vor der Küste der Galápagos-Inseln ein mehr als 1.000 Quadratkilometer großer Ölteppich aus und drohte, die empfindliche Inselflora und -fauna zu zerstören.Die Heinz Sielmann Stiftung entschloss sich spontan zu helfen und unterstützte die vielfältigen Maßnahmen gegen die Ölkatastrophe in Zusammenarbeit mit dem WWF und der Charles Darwin Forschungsstation auf Galápagos. Glücklicherweise trieb das Öl zum großen Teil auf das offene Meer hinaus, so dass die Gelder im Wesentlichen für Präventivmaßnahmen eingesetzt werden konnten. So wurden die besonders sensiblen Bereiche der Inseln dokumentiert, um bei zukünftig drohenden Umweltkatastrophen schneller reagieren zu können. Auch für die Zukunft erwägt die Heinz Sielmann Stiftung, die für den erfolgreichen Naturschutz auf den Galápagos-Inseln benötigte Forschung durch die Förderung von Langzeit-Projekten zu unterstützen.



