Kalabrien – Schutz der Zugvögel in Süditalien

Zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst überfliegen Tausende Sing- und Greifvögel sowie Störche die sogenannte „Mittlere Zugschiene“ – die Meerenge zwischen Tunesien und dem italienischen Festland. Darunter auch viele unserer heimischen Arten wie Rohrweihe, Schwarzmilan und Weißstorch.
Die Konzentration der Vögel an der Küste machte die Wilderei auf sie einfach. Die Motive Aberglaube und Tradition führten zum massiven Abschuss auch geschützter Arten.



Deshalb richtete der NABU (Naturschutzbund Deutschland) gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung zwischen 1996 und 2005 von Anfang April bis Ende Mai – sowie teilweise auch in den Herbstmonaten – Vogelschutzcamps aus. Jugendliche des NABU und der Sielmanns Natur-Ranger verfolgten das Treiben genau und verständigten stets die zuständigen Polizeibehörden, damit diese die Straftäter dingfest machen konnte. Um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen, bereiteten unsere Projektpartner Materialien zum Vogelzug für den Unterricht in den örtlichen Schulen vor. Schüler sollten dadurch bereits früh lernen, wie wichtig Natur- und Artenschutz für unser Ökosystem sind.

Sinnlose Schießerei auf Zugvögel deutlich eingedämmt

Durch die regelmäßige Präsenz der Artenschützer hat sich die illegale Jagd deutlich reduziert. Dies kann als Erfolg der gemeinsamen Bemühungen der Heinz Sielmann Stiftung und des NABU verbucht werden.