Biotopverbund Bodensee

Sielmanns Biotopverbund Bodensee

Die Heinz Sielmann Stiftung realisiert seit dem Jahr 2004 und auf einer Fläche von rund 300 Quadratkilometern nach und nach das aus etwa 80 Einzelmaßnahmen bestehende Projekt „Sielmanns Biotopverbund Bodensee".
Hierdurch soll der in der nördlichen Bodenseeregion in den vergangenen Jahren dokumentierte Artenschwund bei Tieren und Pflanzen gestoppt und eine Trendwende eingeleitet werden. Dies geschieht in erster Linie durch die Anlage von Stillgewässern, Renaturierung von Fließgewässern, Wiedervernässung entwässerter Gebiete sowie durch Pflanzungen von Feldgehölzen und Auwäldern. Zu den bisher definierten Projektumgebungen gehören: Billafinger Tal, Salemer Tal, Seefelder Aach, Riedbachtal, Nellenbach und Eggenweiler Hof.

Das Pilotprojekt ist der „Billafinger Weiher“, der heutige „Heinz-Sielmann-Weiher", in der Bodensee-Gemeinde Owingen. Dort entstand durch Aushub von 20.000 Kubikmetern Erdreich ein Teich von 1,3 Hektar Fläche. Im Umfeld wurden bislang bewirtschaftete Landwirtschaftsflächen stillgelegt und nutzlos gewordene Drainagen verschlossen.

Rückkehr bedrohter Arten

In den neu eingerichteten Feuchtgebieten wurden bereits vom Aussterben bedrohte Arten wie Raubwürger oder Drosselrohrsänger gesichtet. Das Entstehen wertvoller natürlicher Lebensgemeinschaften zeigte sich vor allem durch die Etablierung großer Bestände von Amphibien, darunter viele Laubfrösche.

Vor dem Bau des „Heinz-Sielmann-Weihers" im Jahre 2004 konnten in „Sielmanns Biotopverbund Bodensee" 115 Vogelarten nachgewiesen werden. Diese Zahl ist bislang jährlich angestiegen und erreichte zum aktuellen Kenntnisstand 155 nachgewiesene Arten.

Auch der „Olsenweiher" bei Mühlhofen, den das Markgräfliche Haus von Baden in den Biotopverbund eingebracht hatte, entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem wertvollen Feuchtbiotop. Seltene Arten wie der Schwarzhalstaucher haben dort sofort nach Umsetzung der Projektmaßnahme wieder gebrütet.

Projektinformationen
Sielmanns Biotopverbund Bodensee (PDF: 670 Kb)