Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen
Hier, wo innerhalb weniger Jahrzehnte das vernichtet wurde, was die Erde in Jahrmillionen geschaffen hat, wurde die Heinz Sielmann Stiftung aktiv. Die Heinz Sielmann Stiftung konnte im Jahr 2000 mit Zustimmung aller Beteiligten, darunter Graf zu Lynar, der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) und der Boden-Verwertungs- und Verwaltungs-GmbH (BVVG) zunächst 771,5 Hektar einer ehemaligen Tagebaulandschaft in Brandenburg kaufen. So war der Anfang gemacht, um dieses Gebiet langfristig für den Naturschutz zu sichern.
Andernorts haben wir Fledermauskästen aufgehängt, Sitzkrücken für Greifvögel aufgestellt, Insekten-Nistwände errichtet und Nistgelegenheiten für Wiedehopf, Schellente und andere Arten geschaffen. Hecken und Waldränder sind für viele Arten ein wichtiger Teillebensraum, so etwa für Neuntöter und Rebhuhn oder Igel. Um solche Strukturen zu fördern, unterstützten wir unsere Projektpartner bei der Randbepflanzung der Wirtschaftswege und bei dem Aufbau eines stufigen, artenreichen Waldrandes. Über eine Länge von einigen Kilometern konnten Schlehe, Weißdorn, Hundsrose, Feldahorn und andere standortgerechte Arten gepflanzt werden. Dies dient nicht nur dem Artenschutz, sondern bietet zudem einen wunderschönen Anblick.
Im Jahr 2005 wurde Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ein IBA-Projekt (IBA = Internationale Bau-Ausstellung). Es steht hier exemplarisch für die ökologische Vielfalt der nachindustriellen Landschaften.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Natur zu schützen, ohne die Menschen dabei auszugrenzen. Von sorgsam ausgewählten Aussichtspunkten aus können die Besucher der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen Tiere beobachten, ohne empfindliche Bereiche zu stören. Die Natur erobert zurück, was ihr genommen wurde – diesem Reiz kann sich kaum jemand entziehen, der diese fantastische Landschaft mit eigenen Augen gesehen hat.
Projektinformationen
Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen (PDF: 828 Kb)
Durch den ständig steigenden Grundwasseranstieg entstehen großflächige Vernässungsbereiche. Diese werden jedes Jahr von mehreren Zehntausend Zugvögeln als Rast- und Schlafplatz genutzt.
Vom Braunkohletagebau zum Naturparadies
Auf den Schlabendorfer Feldern, südöstlich von Luckau, im Landkreis Dahme-Spreewald, dort, wo sich einst das Dorf Wanninchen befand, erobert sich seitdem die Natur die vom Braunkohlebergbau zerstörten Flächen beharrlich zurück: Der Grundwasserspiegel in diesem Gebiet ist um einige Meter gestiegen. Die so genannten Restlöcher, die nach Aufgabe des Tagebaus zurückblieben, füllen sich stetig mit Wasser – eine Entwicklung, an deren Ende eine vielgestaltige Seenlandschaft stehen wird. Dies alles spielt sich mit einer unglaublichen Dynamik ab. Für kurze Zeit entstehen Kleingewässer; andernorts schafft das steigende Grundwasser neue Abbruchkanten, die beispielsweise der Uferschwalbe als Brutplatz dienen. Viele Arten nutzen auch das offene, nährstoffarme Land: So ist der seltene Wiedehopf wieder regelmäßig auf den Trockenrasen bei der Suche nach Großinsekten anzutreffen.Sicherung weiterer Flächen
Diese Erfolge für selten gewordene Tierarten waren mehr als genug Motivation für die Heinz Sielmann Stiftung, weitere Flächen zu kaufen. Inzwischen sind es bereits mehr als 3.000 Hektar, die in „Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen“ nachhaltig für den Naturschutz gesichert werden konnten. Dazu gehören unter anderem die Tornower Niederung, der Lichtenauer See und der Stiebsdorfer See. Ein Verbindungskorridor schlägt die Brücke zu den bisherigen Flächen von Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen.Langfristiger Schutz wertvollen Lebensraums
Gemeinsam mit ihrem Projektpartner, dem Biologischen Arbeitskreis Alwin Arndt Luckau e.V., setzte die Heinz Sielmann Stiftung innerhalb der gekauften Flächen bereits eine Reihe von Artenschutzprojekten um. So konnten beispielsweise bereits eine Nistwand für die selten gewordenen Uferschwalben mit integriertem Überwinterungsquartier für Fledermäuse geschaffen oder Lesesteinhaufen aus Findlingen errichtet werden. Dort haben Zauneidechse und Mauswiesel Unterschlupf und der Steinschmätzer einen Brutplatz gefunden.Andernorts haben wir Fledermauskästen aufgehängt, Sitzkrücken für Greifvögel aufgestellt, Insekten-Nistwände errichtet und Nistgelegenheiten für Wiedehopf, Schellente und andere Arten geschaffen. Hecken und Waldränder sind für viele Arten ein wichtiger Teillebensraum, so etwa für Neuntöter und Rebhuhn oder Igel. Um solche Strukturen zu fördern, unterstützten wir unsere Projektpartner bei der Randbepflanzung der Wirtschaftswege und bei dem Aufbau eines stufigen, artenreichen Waldrandes. Über eine Länge von einigen Kilometern konnten Schlehe, Weißdorn, Hundsrose, Feldahorn und andere standortgerechte Arten gepflanzt werden. Dies dient nicht nur dem Artenschutz, sondern bietet zudem einen wunderschönen Anblick.
Im Jahr 2005 wurde Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ein IBA-Projekt (IBA = Internationale Bau-Ausstellung). Es steht hier exemplarisch für die ökologische Vielfalt der nachindustriellen Landschaften.
Die Natur erholt sich
Im Hinblick auf die langfristige Sanierung der Bergbaufolgelandschaft wurde unter anderem mit der Anlage einer Insel begonnen. Sie wird sich mit steigendem Grundwasserspiegel zu einem Rückzugsgebiet für Vögel entwickeln.Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Natur zu schützen, ohne die Menschen dabei auszugrenzen. Von sorgsam ausgewählten Aussichtspunkten aus können die Besucher der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen Tiere beobachten, ohne empfindliche Bereiche zu stören. Die Natur erobert zurück, was ihr genommen wurde – diesem Reiz kann sich kaum jemand entziehen, der diese fantastische Landschaft mit eigenen Augen gesehen hat.
Projektinformationen
Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen (PDF: 828 Kb)




