Der Heinz Sielmann Ehrenpreis

Seit dem Jahre 1994 verleiht die Heinz Sielmann Stiftung den Heinz Sielmann Ehrenpreis an Einzelpersonen, öffentliche Institutionen, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen, die sich um den Naturschutz verdient gemacht haben.

Ausgezeichnet werden außergewöhnliche Leistungen in der naturkundlichen und naturwissenschaftlichen Forschung, in der Pflege und Erhaltung der Artenvielfalt, in der öffentlichkeitswirksamen und pädagogischen Vermittlung des Naturschutzgedankens, in der Verwirklichung von Nachhaltigkeitsprinzipien im unternehmerischen Handeln sowie bei der engagierten Verankerung des Naturschutzes in Gesetzgebung und Verwaltung. Der Heinz Sielmann Ehrenpreis ist dem Wirken seines 2006 verstorbenen Stifters verpflichtet. Die Benennung der Preisträger geschieht in Übereinstimmung mit den Zielen der Heinz Sielmann Stiftung.


Fischotter-Skulptur des Heinz Sielmann EhrenpreisesDie Trophäe, die bei der Verleihung eines Ehrenpreises verliehen wird, zeigt einen Fischotter, das Lieblingstier Heinz Sielmanns. Außerdem sind an den Preis ein Preisgeld sowie eine Urkunde gebunden.

Die Preisträger:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Heinz-Georg Klös (1994)
1956-1991 Direktor des Zoologischen Gartens und Aquariums Berlin, Mitglied des Aufsichtsrates des Zoologischen Gartens Berlin, 1996-2008 Wissenschaftlicher Beirat der Heinz Sielmann Stiftung

Jochen Borchert (1995)
Bundeslandwirtschaftsminister a. D.
Verliehen für den Einsatz im Tierschutz. Mit seiner Initiative erließ die EU strengere Richtlinien, um die unhaltbaren Transportbedingungen für Schlachttiere auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Erivan Haub (1996)
ehemaliger Geschäftsführer der Schmitz Scholl/Tengelmann Warenhandelsgesellschaft
Verliehen für sein zunächst privates Engagement im Umwelt- und Tierschutz. Bereits 1968 gründete die Familie Haub einen Fond zur Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt und der Reinhaltung von Wasser und Luft. Seit 1984 verzichtete die Tengelmann-Gruppe dann unternehmensweit auf den Verkauf FCKW-haltiger Produkte.

Stadt Duderstadt und ihre Bürgerinnen und Bürger (1997)

Dr. Steffen Gremme, Quelle Schickedanz AG & Co. (1998)
Verliehen für die ökologische Ausrichtung des Konzerns und Aufnahme des Umweltschutzes als Bestandteil des unternehmerischen Handelns.

Prof. Dr. Matthias Freude (1999)
Präsident des Landesumweltamtes Brandenburg, inzwischen Mitglied des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung

Dr. Werner Jorga (1999)
Leiter des Tiergartens Hoyerswerda
Verliehen für sein seit viele Jahrzehnte währendes Engagement im Naturschutz. Bereits seit 1985 züchtete der Zoo Hoyerswerda erfolgreich Fischotter in Gefangenschaft.

Dr. Hans Heinrich und Theda Hatlapa (2000)
Gründer und Leiter des Wildparks Eekholt, Schleswig-Holstein
Verliehen für den Einsatz, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Umwelt zu sensibilisieren. Der Wildpark Eeckholt gilt mit dem angegliederten Umweltbildungszentrum als richtungsweisend im Bereich der Umweltbildung.

Prof. Dr. Dr. h.c. Irenäus Eibl-Eibesfeldt (2001)
Prof. emeritus, Leiter des Humanethologischen Filmarchivs der Max-Planck-Gesellschaft in Andechs; Direktor des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Stadtethologie in Wien, heute Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Heinz Sielmann Stiftung. Verliehen für seine herausragenden Forschungen auf dem Gebiet der vergleichenden Verhaltensforschung.

Prof. Dr. Peter Berthold (2004)
Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft, Direktor i. R. am Max-Planck-Institut für Ornithologie, Vogelwarte Radolfzell, inzwischen Mitglied des Stiftungsrates der Heinz Sielmann Stiftung. Verliehen für seine richtungsweisenden Forschungen im Bereich der Ornithologie.

Naturkundemuseum Erfurt (2007)
Verliehen für das nachhaltige Gesamtprofil in den Bereichen Museumspädagogik, Ausstellungskonzeption, familienorientierte Besucherbetreuung und Forschungstätigkeit.

Matthias Platzeck, Ministerpräsident des Landes Brandenburg (2009)
Verliehen für sein herausragendes Engagement auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes.