Die Preisträger

Heinz Sielmann Filmpreis 2009
Thomas Behrend (Deutschland) für "Eisbären können nicht weinen"
Begründung der Jury:
"In der Tradition von Heinz Sielmann, der den moderierten Tier- und Naturfilm über Jahrzehnte für den NDR geprägt hatte, gestaltete Thomas Behrend eine bemerkenswerte Folge der Sendereihe „Expeditionen ins Tierreich“ mit brandaktuellem Bezug. Die brillante Bildgestaltung dieser arktischen Tiergeschichte in HD-Qualität und der dokumentierte Gebrauch ebenso moderner Kommunikations-, Navigations- und Transporttechnik in der Wildnis der Arktis ist beeindruckend.

Heinz Sielmann Filmpreisträger 2009Heinz Sielmann Filmpreisträger 2009

Überzeugend wird auch das Anliegen Klimawandel mit der Folge drastischer Veränderungen für Mensch und Natur vermittelt. Fakten, die durch die gesammelten Daten über das Abnehmen der arktischen Eisdicke des Nasa Spezial-Satelitten Icesat von 2004 bis 2008 dramatisch bestätigt werden. Der Film „Eisbären können nicht weinen“ zeigt, dass der Naturfilmer von heute die Alarmzeichen der Natur erkennen und nennen muss, denn Umweltschutz ist die Voraussetzung für wirksamen Naturschutz. Dazu hat sich Thomas Behrend in Selbstverpflichtung überzeugend bekannt."

Heinz Sielmann Filmpreis 2008
Klaus Feichtenberger und Otmar Penker (Österreich) für „Prinz der Alpen“

Begründung der Jury:
„Der Film überzeugt durch seine gestalterische Qualität. Ganz im Sinne von Heinz Sielmann unterhält und informiert er und spricht Menschen jeden Alters an. In beeindruckenden Aufnahmen wird der Lebensraum des „Prinzen der Alpen“, des Rotwildhirsches, gezeigt. Seine Verhaltensweisen werden im Rahmen einer Geschichte vermittelt und die Bedrohung seines Habitats ohne negative Sensationsmacherei dokumentiert. Am Ende des Films steht für einen der Protagonisten, ein Hirschkalb, nach einjährigem Überlebenskampf ein erneuter Beginn: Es muss sich nun in seiner natürlichen Umgebung und unter seinen Artgenossen behaupten.

Klaus Feichtenberger und Otmar Penker Beim Zuschauer wird nach dem Betrachten der außergewöhnlich gut gefilmten Landschaftsbilder die Erkenntnis geweckt, dass ein jeder positiv auf die Geschicke der Natur einwirken kann. Wenn er zu dem Schluss kommt, dass die Umwandlung von Naturlandschaften in Zivilisationslandschaften nicht im bisherigen Maße fortschreiten darf – denn Artenschutz ist Biotopschutz –, dann hat der Film auch seinen hohen Wert für den Umweltschutz unter Beweis gestellt."
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Filmausschnitt aus der Tierdokumentation „Prinz der Alpen"