Altstadtkita Storkow nach Heinz Sielmann benannt

Storkow (MOZ) "Nehmt die Kinder an die Hand, nehmt sie mit in die Natur, dann werden sie diese auch schätzen lernen", zitierte Michael Beier den 2006 verstorbenen Naturfilmer Heinz Sielmann, der in diesem Jahr seinen einhundertsten Geburtstag haben würde. Der Geschäftsführende Vorstand der Heinz-Sielmann-Stiftung war am Donnerstag in die Altstadtkita Storkow gekommen, um ihr den Namen "Heinz Sielmann" zu verleihen.

Inge Sielmann, die 87-jährige Witwe und Stiftungsratsvorsitzende, konnte aus Altersgründen nicht dabei sein. "Das Angebot der Stadt, diesen Namen anzunehmen, stieß sofort auf unsere Zustimmung", beteuerte Michael Beier und freute sich, dass die Storkower Altstadtkita die zweite Kita in Deutschland ist, die den Namen trägt.

Wie Bürgermeisterin Cornelia Schulze-Ludwig erklärte, ist Storkow durch Sielmanns Naturlandschaft um den Groß Schauener See eng mit der Stiftung verbunden. "Es freut mich sehr, dass diese Verbundenheit schon den kleinsten Stadtbewohnern näher gebracht wird. Seit 1994 werden durch die Arbeit der Stiftung unsere Kinder und Jugendlichen an den positiven Umgang mit der Natur herangeführt." Schon die städtische Kita Seepferdchen, die mit der Eröffnung der Altstadtkita 2014 in diese übergegangen ist, führte die Bezeichnung Naturkita. Seit April 2017 ist die von Bettina Schulze-Schwerdtfeger geleitete Altstadtkita anerkannte Naturakademie. In einem Pilotprojekt erlangen die Kinder "Naturkomptenz auf Basis naturpädagogischer Erlebnis-Methodik". "Zudem verbringen die 125 Kinder der Altstadtkita während der jährlichen Wald- und Wiesenwochen ihren Kitaalltag ausschließlich im Freien", sagte die Bürgermeisterin begeistert.

Diese Begeisterung teilte der brandenburgische Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD). "Wer kann schon sagen: so jung und schon auf einer Akademie", rief er den Kindern zu. Den Grund für das Engagement Heinz Sielmanns in Brandenburg erklärte er sich damit, "dass die Natur hier noch in vielen Bereichen sehr gut erhalten ist".

Erschienen in der Märkischen Onlinezeitung am 14.07.2017: Zum Originalartikel