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Beschlossene Sache: Gesetz für mehr Insektenschutz

Nach zähem Ringen bringt das Bundeskabinett nun ein Gesetz und eine Verordnung zum Insektenschutz und den Glyphosat-Ausstieg auf den Weg.

Dr. Hannes Petrsichak Hoffnung für die Wildbienen? Spalten-Wollbiene auf einer Brachfläche.

Die Heinz Sielmann Stiftung ist Mitglied des Deutschen Naturschutzrings, dem Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen. Zur heutigen Verabschiedung des Gesetzespakets zum Insektenschutz durch die Bundesregierung kommentiert DNR-Präsident Prof. Dr. Kai Niebert:

„Das Gesetzespaket ist ein überfälliger Schritt zur Umsetzung des Aktionsprogramms Insektenschutz. Nach einer dramatischen Hängepartie hat die Bundesregierung in letzter Sekunde damit einen naturschutzpolitischen Offenbarungseid verhindert. Jetzt sind die Länder in der Pflicht, die vorhandenen Schlupflöcher in der Verordnung zu schließen und attraktive Fördermaßnahmen zum Pestizidverzicht in FFH-Gebieten zu entwickeln.

Mit einer unlauteren Kampagne hatte die Agrarlobby bis zuletzt Falschinformationen zum angeblichen Flächenumfang des Pestizidverbots verbreitet und einen Niedergang großräumiger Kulturlandschaften prophezeit. Diese Aussagen entbehren jeglicher Grundlage und tragen nur zur massiven Verunsicherung von Landwirten bei, die sich schon heute im Naturschutz engagieren. Ohne einen umfassenden Erhalt der Insektenvielfalt in Naturschutzgebieten kann auch die Bestäuberleistung für die Landwirtschaft auf Dauer nicht gesichert werden.“

Zur Pressemitteilung de Bundesministeriums für Umwelt