CAMäleon Jugendfilmpreis der Heinz Sielmann Stiftung am 10. Oktober auf dem Darßer Naturfilmfestival vergeben

Duderstadt / Wieck a. d. Darß – Die Preisverleihung des CAMäleon, dem Jugendfilmpreis der Heinz Sielmann Stiftung, fand am 10. Oktober 2015 im Rahmen des Darßer Naturfilmfestivals in Wieck statt. Von den zehn nominierten Filmen des CAMäleon-Wettbewerbs wurden vier Beiträge ausgezeichnet. Die Gewinner waren außerdem als Bühnengäste zur großen Preisverleihungs-Gala des Deutschen Naturfilms eingeladen. Hier wurden sie Seite an Seite mit renommierten Naturfilmern einem großen Publikum vorgestellt.

„Die eingereichten Filme werden von Jahr zu Jahr professioneller“, freut sich Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. „Das Darßer Naturfilmfestival mit dem Jugendfilmpreis CAMäleon rückt die Personen hinter der Kamera in den Vordergrund und präsentiert die Arbeiten über die Natur einem breiten Publikum. Unsere Stiftung ist stolz darauf, junge Menschen dabei zu unterstützen, in die Fußstapfen von Heinz Sielmann und seinen ‚Expeditionen ins Tierreich‘ zu treten.“ Die vier erstplatzierten Filmemacher erhielten Wertgutscheine im Wert von jeweils 500 Euro und können an einem Film-Workshop vor Ort teilnehmen.

Neben dem Stiftungsvorstand war auch Jurymitglied Britta Kiesewetter, Executive Producerin bei Doclights GmbH / NDR Naturfilm, anwesend. Als bester Naturfilm in der Altersklasse 12 bis 15 Jahre wurde „Vom Ei zum Frosch“ von Christoph Schöndorfer ausgezeichnet. „Der Nachwuchsfilmer hat einen liebevoll gestalteten Film gedreht. Mit der Metamorphose vom Laich zum fertigen Frosch hat er ein klar umrissenes Thema gewählt, das er vom Frühjahr bis in den Frühsommer mit viel Engagement sowohl über als auch unter Wasser verfolgt“, erläuterte sie die Auszeichnung.

In der Kategorie „Bester Naturfilm, Altersklasse 16 bis 18 Jahre“ wurden in diesem Jahr zwei Filme ausgezeichnet. Zum einen „Leben im Bannwald – Der Schwarzspecht“ von Clemens Keck. Er hat ein besonders schwer zu filmendes Tier für seinen Beitrag gewählt: Der Schwarzspecht ist ein Vogel, der seine Höhlen meist in großer Höhe in den Stamm alter Buchen hämmert – ein Ort, der für Filmer nicht leicht zu erreichen ist. „Clemens beweist mit seinem Film auch, dass er es versteht, sich den Tieren so zu nähern, dass sie ihr natürliches Verhalten vor der Kamera zeigen. Zu den besonderen Höhepunkten des Films zählt zweifelsfrei das Ausfliegen der jungen Schwarzspechte, ein Moment, den es nur einmal im Leben des Vogels gibt.“

Als zweiter Film wurde „Who’s gonna stand up?“ von Leonid Czyppull und Julian Meyer prämiert. Die beiden haben sich durch den gleichnamigen Song von Neil Young zu einem eindringlichen und sehr emotionalen Film inspirieren lassen. „Mit ihrem Beitrag verfolgen sie eine klare Botschaft. Ihre Kameraarbeit ist dynamisch, die Bildübergänge sind gut gewählt, Zeitraffer gut umgesetzt.“ Mit schönen Kamerafahrten und frischen, visuellen Ideen, einer klar umrissenen Text- und Musikvorgabe sei Leonid und Julian ein deutliches und sehr emotionales Statement gelungen, unsere Welt ein wenig besser zu machen.

Die Auszeichnung „Bester Naturclip, Altersklasse 12 bis 18 Jahre“ ging an Hanna Krämer und Lea-Lina Oppermann für „Wasser – mehr als nur H2O“. „Die Filmemacherinnen vermitteln in aller Kürze und mit viel Witz eine klare Botschaft“, so die Begründung der Juroren. „Ihre Kameraarbeit und die Montage im Schnitt sind gut strukturiert und durchdacht.“ Bilder und Grafiken, der Text und die Musik würden frisch und unkonventionell eingesetzt. Das Ergebnis: ein frecher Clip, der zum Nachdenken anregt.

„Auch in diesem Jahr ist die Jury wieder von der erstaunlichen Bandbreite der eingereichten Kurzfilme begeistert: Von der klassischen Natur- und Tierbeobachtung über die unkonventionelle Idee, einen Naturfilm wie ein Fußballspiel zu kommentieren, bis hin zum klaren Statement zum Schutz unserer Erde und ihrer Ressourcen“, resümiert Britta Kiesewetter. „Die jungen Filmemacher haben mit Kreativität, Naturverständnis und einer guten Kenntnis der Tierarten bemerkenswerte Filme produziert. Wir freuen uns schon jetzt auf viele weitere Ideen und Einreichungen im kommenden Jahr.“ Bewerbungsschluss für den nächsten CAMäleon Jugendfilmpreis der Heinz Sielmann Stiftung ist der 30. Juni 2016.

Darßer Naturfilmfestival

Die nominierten Filme wurden im Rahmen des Darßer Naturfilmfestivals, das vom 7. – 11. Oktober 2015 auf dem Darß an der Ostsee stattfand, gezeigt. Die Gewinner der jeweiligen Kategorien waren außerdem als Bühnengäste zur großen Preisverleihungs-Gala des Festivals mit etwa 3000 Zuschauern geladen. Das Darßer Naturfilmfestival hat sich seit 2005 in Deutschland als eines der größten Naturfilmfestivals mit internationalem Renommee etabliert. Das Programm mit vielen Erst- und Uraufführungen lockt alljährlich viele Tausend Besucher an – unter ihnen viele Filmschaffende und junge Menschen.

Weitere Informationen unter:

www.darsser-naturfilmfestival.de

www.camaeleon-jugendfilmpreis.de

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