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Der Baum als Multitalent – Klimaretter, Artenschützer und Rohstofflieferant Podiumsdiskussion im Rahmen der Gesprächsreihe "Sielmann Dialoge"

Duderstadt. Die Heinz Sielmann Stiftung lädt am Ostermontag zur zweiten Folge ihrer Gesprächsreihe „Sielmann Dialoge“ in den Bayerischen Wald. Passend zum Internationalen Tag des Baumes diskutieren Experten über die vielseitigen Erwartungen, die heute an den Wald gestellt werden: Ist der Baum als Multitalent überfordert? Die Podiumsdiskussion im Besucherzentrum des Nationalparks wird umrahmt von einem attraktiven Kinderprogramm.

 

Der Baum ist für das Bundesland Bayern ein wichtiges wirtschaftliches und kulturelles Gut. Die Landesfläche Bayerns ist zu 36 Prozent mit Wald bedeckt, die bayerische Säge- und Holzindustrie erzielt einen jährlichen Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Euro, und es gibt allein im Raum Oberpfalz und Niederbayern rund 30 Waldbesitzerverbände. Um den Wald zu schützen und für kommende Generationen zu erhalten, müssen seine verschiedenen Aspekte berücksichtigt werden. Denn: Inwieweit sind Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus vereinbar? Welche Berücksichtigung findet dabei die natürliche Waldentwicklung? Und welcher Stellenwert kommt dem Baum als Rohstofflieferant zu? Nicht zuletzt: Wie wichtig ist der Erhalt des Waldes für die Entwicklung unserer Kinder?

Angesichts der verschiedenen Erwartungen wird vor allem eines klar – der Baum als Multitalent hat beachtliche Anforderungen zu meistern. Die Heinz Sielmann Stiftung möchte darüber mit Experten und Publikum ins Gespräch kommen:

Sielmann Dialoge – „Der Wald als Multitalent“
25. April 2011 (Ostermontag)

12.00 Uhr Empfang & Filmvorführung

12.30 Uhr Podiumsdiskussion
Ort: Kinosaal Hans-Eisenmann-Haus, Nationalparkzentrum Lusen, Nationalpark Bayerischer Wald, 94556 Neuschönau

Familienprogramm:
10.00-16.00 Uhr Basteln für Kinder, direkt neben dem Kinosaal
14.30 Uhr „Wipfelstürmer“-Führung auf dem Baumwipfelpfad

Ein Podiumsgespräch mit:

  • Hans-Peter Fickler, Vorsitzender Verband der Holz- und Sägeindustrie Bayern: „Der Baum als Rohstofflieferant der Zukunft“
  • Lothar Lankow, Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide: „Der Baum auf der Heide“
  • Dr. Georg Möller, Büro für Dendroentomologie: „Der Baum als Klimatologe – Bedeutung von Flächen mit natürlicher Waldentwicklung aus Sicht des Naturschutzes“
  • PD Dr. Jörg Müller, Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald: „Der glückliche Baum – Schutz und Erhaltung der biologischen Vielfalt in den Wäldern Deutschlands“
  • Josef Spann, Vorsitzender Bayerischer Landesverband AGDW e.V.: „Der Baum, das Multitalent – Vereinbarkeit von Forstwirtschaft, Naturschutz und Tourismus“
  • Andrea Spohn, Meisterwerkstätte für Zither- und Gitarrenbau: „Tonholz"
  • Moderation: Christoph Tiegel, Journalist und Fernsehmoderator


Zum Hintergrund der Sielmann Dialoge
Die Vereinten Nationen haben 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Unter dem Motto „Entdecken Sie unser Waldkulturerbe“ beteiligt sich auch die Bundesregierung an der Initiative (www.wald2011.de). Der bundesweite Auftakt des Kampagnenjahrs fand am 21. März 2011 in Berlin statt. Schirmherr ist Bundespräsident Christian Wulff.

Die Heinz Sielmann Stiftung nimmt diesen Kontext zum Anlass, Experten aus Naturschutz, Wirtschaft, Politik und Kultur in einer mehrteiligen Diskussionsreihe zum Zukunftsthema Wald zu Wort kommen zu lassen. Angesichts der globalen Herausforderungen wie Klimawandel und Artenrückgang widmen sich die Sielmann Dialoge den Perspektiven und Chancen des Waldes und stellen aktuelle Strategien auf den Prüfstand. Hierbei soll auch die von der Bundesregierung vorbereitete „Waldstrategie 2020“, die unter anderem eine Intensivierung der Forstwirtschaft vorsieht, beleuchtet werden.