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Die Preisträger der Ökofilmtour 2018 stehen fest

Duderstadt/Potsdam, 18. April 2018 – Die beiden 45-Minüter „Unsere Wälder - Die Sprache der Bäume“ und „Unsere Wälder - Im Reich des Wassers“ aus der ZDF-Reihe „Terra X“ wurden heute in Potsdam mit dem Filmpreis der Heinz Sielmann Stiftung für den besten Kinder- und Jugendfilm gewürdigt. Thomas Bischoff, Leiter des Bereichs Kommunikation der Heinz Sielmann Stiftung, überreichte zum Abschluss der diesjährigen 13. Ökofilmtour die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung. Die Preisverleihung fand in der „Reithalle“ des Potsdamer Hans Otto Theaters statt.

„Faszinierend anschaulich zeigen die beiden Folgen die für uns sonst unsichtbare Vernetzung im Wald. Das „Wood Wide Web“ sorgt für das Überleben der Bäume und damit auch für unser Überleben und das kommender Generationen – solange der Wald nicht zerstört wird! Diese Botschaft und ihre grandiose Umsetzung in Bilder hätte auch den Naturfilmpionier Heinz Sielmann begeistert, in dessen Namen dieser Preis gestiftet wurde“, erklärte Thomas Bischoff im Gespräch mit Moderator Alfred Eichhorn. Preisträger sind die im vergangenen Jahr überraschend verstorbene Journalistin Petra Höfer und ihr Kollege und Ehemann Freddie Röckenhaus, beide Produzenten vieler preisgekrönter Dokumentationen.

Begründung der Jury

In der Begründung der Festival-Jury zur Auszeichnung von "Unsere Wälder", Teil 1 und 3 aus der ZDF-Reihe "Terra X" heißt es:
"Der großartige Film zeigt, wie lebhaft die Geschöpfe des Waldes über das „Wood-Wide-Web“ miteinander plaudern, um sich gegenseitig das Leben zu erleichtern. [...] Das Flüstern und Flirren im Wald wird in kongenialen Animationen sichtbar. Aus neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht so ein bildstarkes Waldporträt. [...] Unsere Zukunft hängt also auch davon ab, wie wir unsere engsten Verbündeten gegen den Klimawandel behandeln. Tier und Mensch, vor allem junge Leute, die noch lange leben werden, brauchen weiterhin Atemluft, Trinkwasser und Schönheit – all das schenkt ihnen der Wald, den sie von nun an mit anderen Augen erleben werden."

Weitere Filmpreise

Fünf weitere Filme erhielten zum Abschluss der Ökofilmtour 2018 einen Preis: Den Zukunftsfilmpreis, dotiert mit 5.000 Euro von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, erhielt der Film „Insekten – Superhelden auf sechs Beinen“. Der ebenfalls mit 5.000 Euro dotierte Horst-Stern-Preis für den besten Naturfilm von der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg ging an „Biene Majas wilde Schwestern“. Für die beste künstlerische Leistung zeichnete das Klimabündnis der Landeshauptstadt Potsdam den Streifen „Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie“ mit 5.000 Euro aus. Der Hoimar-von-Ditfurth-Preis für die beste journalistische Leistung verlieh die Deutsche Umwelthilfe e.V. an die beiden Dokumentationen „Strahlendes Erbe teuer bezahlt – Wie Atomkonzerne den Staat schröpfen“ und „Krieg im Paradies – Der Fall Vieques“. Eine lobende Erwähnung der Jury fand außerdem der Film „Tschernobyl – eine Chronik der Zukunft“.

Mitglieder der Jury

  • Dr. Monika Griefahn (Umwelt- und Kulturpolitikerin, Sprecherin der Jury) Dr. Bärbel Dalichow (Filmwissenschaftlerin, Autorin, ehemalige Direktorin des Filmmuseums Potsdam)
  • Knut Jäger (Filmproduzent, Medienreferent, Heinz Sielmann Stiftung)
  • Dr. Detlef Knuth (Biologe, ehemaliger Direktor des Naturkundemuseums Potsdam)
  • Danka Losansky (Studienrätin an der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Gesamtschule, gelernte Gärtnerin für Obstproduktion, Tochter von Rolf Losansky)