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Eines der größten Wisentgehege Deutschlands entsteht bei Berlin Fortlaufend großer Wildtierzuwachs in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide

Die Wisent-Zuchtgruppe im Schaugehege der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide bei Elstal hat sich in dieser Woche mit weiteren sieben Tieren auf nun insgesamt 14 prachtvolle Urwildrinder verdoppelt. Die „Neuen" kamen als komplette kleine Herde – drei Kühe, drei weibliche Kälber, ein Jungbulle – und wurden am Donnerstag erstmals mit der bestehenden Herde zusammengeführt. Die Neuankömmlinge stammen aus dem emsländischen Eleonorenwald der Arensberg Meppen GmbH und wurden der Stiftung vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) übergeben.

13.02.2009, Elstal. Große Begeisterung bei den Geschäftsführern der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide, Peter Nitschke und Lothar Lankow: „Drei Kühe und drei weibliche Kälber sind eine fantastische Perspektive für unsere Zuchtgruppe in der Döberitzer Heide" sagt Peter Nitschke. Mit großer Spannung beobachtet er die Dynamik in der Gruppe zwischen der bestehenden Herde und den „Neuen". Der Wisent-Stier Spitzweg, Herr im Gehege, nahm die Erweiterung seines Harems, die in dichtem Schneetreiben stattfand, sehr gelassen. Und in den nächsten Wochen steht noch der Zuzug einer weiteren Herde mit sieben Tieren an, verrät Peter Nitschke. Damit rückt das Gehege der Heinz Sielmann Stiftung in den Kreis der größten Wisentgehege Deutschlands.

Gebürtige Berliner Wisentkühe kommen zurück in die alte Heimat

Tita, Tirila und Spannyr heißen die neuen Wisentkühe. Für Tirila und Tita ist es sogar eine Rückkehr in ihre alte Heimat, denn geboren wurden sie im Mai 2004 im Tierpark Friedrichsfelde. Nur im Rahmen des Internationalen Wisentzuchtprogramms waren sie als junge Kälber in das Gehege im Eleonorenwald gelangt. Zur Freude der Mitarbeiter in der Sielmanns Naturlandschaft in Döberitz bringen sie bereits eigenen Nachwuchs mit. Tita ist gleich mit zwei Sprösslingen dabei: dem Jungbullen Arenberg aus dem Jahr 2007 und dem weiblichen Kälbchen Areagne, die im letzten Sommer geboren wurde. Die Kuh Tirila wird von ihrer einjährigen Tochter Arebora begleitet. Als dritte Kuh ist die ebenfalls fünf Jahre alte Spannyr mit ihrer Tochter Arena dabei. Besonders die kleinen Kälber bieten einen niedlichen Anblick in der jetzt beeindruckenden Wisent-Herde im prächtig verschneiten Schaugehege bei Elstal. Immer wieder einmal kommt es zu kleinen Rangeleien zwischen dem bisher schon heimischen Jungbullen Dölfjur und dem neuen Jungbullen Arenberg.

Öffnungszeiten: Das Schaugehege ist täglich geöffnet von 10.00 - 16.00 Uhr (Winter) und 10.00 - 18.00 Uhr (März bis Oktober). Über Termine und Natur-Exkursionen informiert Sie die Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide unter der Telefonnummer 033234 24890.

Adresse: Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gemeinnützige Gesellschaft mbH, Zur Döberitzer Heide 10, 14641 Wustermark/OT Elstal

Anfahrt: Das Schaugehege (Telefon: 033234 22223) und die angrenzende Döberitzer Heide sind gut erreichbar über die A10 (Abfahrt Spandau) und über die B5 (Abfahrt Elstal/Olympisches Dorf). Zudem verkehrt der Regionalexpress der Linie Cottbus-Berlin-Rathenow bis zum Bahnhof Elstal. Von dort führt eine 20-minütige Fußwanderung am Olympischen Dorf vorbei über die Brücke an der B5 zum Schaugehege. Ebenfalls erreichbar ist das Gehege mit dem Bus: Von Potsdam mit der Linie 604 bis zur Haltestelle "Havelpark", dann umsteigen in die Linie 663 Richtung Nauen und bis zur Haltestelle „Olympisches Dorf" in Elstal.