Erstes Alumni-Netzwerk der Slow Food Youth Akademie gegründet

Für den Startschuss des Alumni-Netzwerkes trafen sich Anfang Mai 16 ehemalige Absolventen der Slow Food Youth Akademie in Duderstadt. Ihr Ziel ist es, die Vernetzung und den Austausch fortzusetzen und sich in ihrer beruflichen ebenso wie in ihrer persönlichen Weiterentwicklung zu unterstützen. „Das ist die nächste Generation, die in Netzwerken wie diesen gemeinsame Initiativen und Projekte umsetzt, unsere Wirtschafts- und Konsumweise sowie unsere Wert-schätzung für Nahrung positiv umzukrempelt“, so Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Ein Jahr später: Die Akademie-Teilnehmer 2017 beim ersten Alumni-Treffen auf Gut Herbigshagen. Foto: SFYA

Wildkräuterworkshop mit Inés Lauber, Teilnehmerin 2017. Foto: SFYA

Die Slow Food Youth Akademie wurde 2017 erstmals ins Leben gerufen. Frauen und Männer zwischen 18 und 35 Jahren widmen sich an acht Wochenenden Erzeugung, Verarbeitung und Konsum unserer Grundnahrungsmittel. Sie kommen aus der Lebensmittelbranche, der Gastronomie, dem Marketing sowie der Ökologie und treffen bundesweit mit Erzeugern, Lebensmittelhandwerkern, Aktivisten und Wissenschaftlern zusammen. In Theorie und Praxis lernen sie, wie unsere Lebensmittelerzeugung von morgen gestaltet sein kann, um ökologisch, ökonomisch und sozial tragfähig zu sein.

Der Netzwerkgedanke war dabei von Beginn an tragend, für Slow Food Deutschland ebenso wie für die Heinz Sielmann Stiftung als Hauptförderer des Projektes. „Es war und ist uns ganz wichtig, dass all das Wissen nach Abschluss des Akademiejahres nicht ins Leere läuft. Über die Motivation für den unmittelbaren Aufbau eines Alumni-Netzwerkes bin ich hellauf begeistert. Die aktive Gemeinschaft, die damit fortbesteht und agiert, kann viel erreichen und verändern. Da bin ich sicher“, erklärt Ursula Hudson. Als Alumni bringen ehemalige Teilnehmer eigene Informations- und Vernetzungsangebote bereits jetzt in den Jahrgang 2018 ein: Sie bieten Workshops an, begleiten das Programm und gestalten mit ihren persönlichen Ressourcen den Dialog zwischen Theorie und Praxis noch lebendiger.

„Mir hat die Akademie sehr gut getan, weshalb ich mich an deren Weiterentwicklung beteilige. Die angestoßene Vernetzung möchte ich stärken, damit sie noch wirksamer wird. Wir alle sind deutschlandweit verteilt. Damit wir uns und unsere Ziele im Alltag nicht aus den Augen verlieren, brauchen wir einen festen Rahmen. Den erarbeiten wir jetzt. Gemeinsam kommen uns Ideen, können wir Projekte aufziehen, um nicht nur von einer Ernährungswende zu träumen, sondern daran mitzuarbeiten“, so Lotta de Carlo, Mitglied im Organisationsteam für das Alumni-Netzwerk. Ziel der Alumni ist es, sich neben dem fortlaufenden digitalen Austausch, ein bis zwei Mal im Jahr persönlich zu treffen – das nächste Mal im Herbst 2018 beim Terra Madre Netzwerktreffen in Turin, Italien.

Das erste Alumni-Wochenende fand im Natur- und Erlebniszentrum Gut Herbigshagen der Heinz Sielmann Stiftung in Duderstadt statt. „Ich freue mich, dass die Teilnehmer der Akademie 2017 unseren Stiftungssitz gewählt haben. Dieses Treffen zeigt, dass ein nachhaltiges und lebendiges Netzwerk entstanden ist, welches sich für eine gesunde Ernährung und die Förderung von Biodiversität einsetzt.“ so Michael Beier, Vorstand der Stiftung.