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Förderprojekt "Blumiges Melle" setzt sich beim Google Impact Finale durch

Am Abend des 7. Juni wurden die Initiatoren von "Blumiges Melle" beim "Google Impact Finale" in Berlin für ihre innovative und zukunftsweisende Projektidee ausgezeichnet. Die Initiatoren hatten eine Projektskizze für eine Blühwiesensoftware eingereicht. Für die Umsetzung dieser Software übergibt Google nun ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro. Die Heinz Sielmann Stiftung fördert das Projekt "Blumiges Melle" ebenfalls seit Mai 2017 mit einer Summe von 9.370 Euro.

Erste Hilfe für Insekten: Eine von 84 Blumenwiesen und Insektentankstellen im Projekt "Blumiges Melle". Foto: Umweltschutz und Lebenshilfe/Kai Behncke
Alle packen an: Gemeinsam legen die Ehrenamtlichen eine mehrjährige Blumenwiese an. Erste Hilfe für Insekten: Eine von 84 Blumenwiesen und Insektentankstellen im Projekt "Blumiges Melle". Foto: Umweltschutz und Lebenshilfe/Kai Behncke

Beim diesjährigen Wettbewerb hatten sich insgesamt 2.500 Projekte beworben. 50 Projekte erhalten nun die begehrte Förderung in Höhe von 20.000 Euro, 10 Projekte wurden mit Summen in Höhen von teilweise über 250.000 Euro ausgezeichnet. Mit der "Google.org Impact Challenge" möchte das Unternehmen Ehrenamtliche bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützen. Die Projekte sollen die Gesellschaft mit Hilfe von Technologie weiter bringen.

Kai Behncke, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Trägers "Behncke Umweltschutz und Lebenshilfe" freut sich über die Auszeichnung: "Gerade für uns als kleine Gruppe - Wir bestehen im Kern aus 2 Personen - ist das herausragend. In den letzten Wochen und Monaten, eigentlich schon seit über einem Jahr, haben wir mit viel Unterstützung unterschiedlicher Akteure im südlichen Landkreis Osnabrück einiges auf die Beine gestellt. Insgesamt wurden dort gemeinsam mit der BUND Kreisgruppe Osnabrück Blühwiesen auf 84 Arealen und einer Fläche von 150.000 m² erstellt. Jetzt werden wir das Geld von Google nutzen, um eine Software zu entwickeln, welche die Auswirkungen dieser Blühwiesen auf unterschiedliche Insektenarten präsentiert."

Denn der Handungsbedarf ist groß und technische Lösungen machen es einfacher Handungsräume und Erfolge gegen das Insektensterben zu erfassen. Zwischen 1989 und 2016 ist die Gesamtmasse der Insekten in vielen Teilen Deutschlands um etwa 75 % gesunken. "Behncke Umweltschutz und Lebenshilfe" entwickelt ein nachhaltiges, übertragbares und innovatives Instrument gegen das Insektensterben. Ein Algorithmus stellt auf einer webbasierten Karte die räumliche Auswirkung von Blühflächen dar, die Insekten mit Pollen und Nektar versorgen, und gibt BürgerInnen ein Planungsinstrument zur Anlage von Blühmischungen zum Insektenschutz.

Die Heinz Sielmann Stiftung gratuliert dem Projekt zu dieser Auszeichnung!