Heinz Sielmann Stiftung feiert 100. Geburtstag des Naturfilmpioniers

Mit einer großen Ausstellung im Naturkundemuseum Berlin feiert die Heinz Sielmann Stiftung in diesem Jahr den 100. Geburtstag ihres Gründers. Pünktlich zu seinem Geburtstag am 2. Juni eröffnet die Schau zum Erbe des berühmten Tierfilmers im größten deutschen Naturkundemuseum. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Wisent, Przewalski-Pferd und andere Tiere, die in Sielmanns Naturlandschaften in Brandenburg leben. Ausschnitte aus dem filmischen Schaffen Heinz Sielmanns ergänzen die interaktiv gestaltete Ausstellung.

Unvergessen sind seine „Expeditionen ins Tierreich“, eine der beliebtesten Fernsehsendungen in Ost und West. Heinz Sielmann entwickelte sich im Laufe seines Lebens vom leidenschaftlichen Verhaltensforscher zu einem engagierten Naturschützer. 1994 rief er gemeinsam mit seiner Frau Inge die „Heinz Sielmann Stiftung“ ins Leben. Ihr Anliegen: große, unbesiedelte Gebiete durch Ankauf für den Natur- und Artenschutz dauerhaft zu sichern.

Sielmanns Naturlandschaften Döberitzer und Kyritz-Ruppiner Heide, Groß Schauener Seen, Wanninchen und Tangersdorfer Heide umfassen insgesamt gut 13.000 Hektar. Aus ehemaligen Truppenübungsplätzen und Tagebauflächen Brandenburgs wurden großflächige Naturparadiese, wo Tausende von Tieren- und Pflanzenarten ungestört leben und wachsen können.

Heinz Sielmann Stiftung baut touristische Angebote in brandenburgischen Naturlandschaften aus

Lange Nächte für Sternengucker in der Kyritz-Ruppiner Heide

Am Himmel über der Kyritz-Ruppiner Heide leuchten die Sterne besonders hell. Die Dunkelheit der dünn besiedelten Region rund um das ehemalige „Bombodrom“ im Nordwesten Brandenburgs macht es möglich. Die Heinz Sielmann Stiftung plant deshalb in Sielmanns Naturlandschaft Kyritz-Ruppiner Heide gemeinsam mit dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und weiteren Akteuren der Region ein neues touristisches Angebot: Lange Nächte für Sternengucker.

Heideblüte erleben auf neuen Wegen

In diesem Frühjahr, am 19. Mai, wird dank der Heinz Sielmann Stiftung im Süden der Kyritz-Ruppiner Heide der zweite Abschnitt des bislang einzigen Wanderwegs auf der 12.000 Hektar großen Fläche freigegeben. Eine insgesamt 13 Kilometer munitionsberäumte Strecke steht dann Wanderern und Reitern auf dem einst intensiv genutzten Truppenübungsplatz offen. Auf dem Sielmann-Hügel, einem Rastplatz auf der Mitte der Wegstrecke zwischen Rossow und Neuglienicke, lädt voraussichtlich ab dem kommenden Jahr ein hölzerner Aussichtsturm Höhe zum Rundblick ein.

Im Mai 2016 wurde der erste Wegeabschnitt eröffnet. Die größte zusammenhängende Heidefläche Deutschlands war bis dahin komplett gesperrt. Die Heinz Sielmann Stiftung, die im Süden der Kyritz-Ruppiner Heide rund 4000 Hektar betreut, hat mit der Beräumung der Wege das Erleben der einzigartigen Natur und Heideblüte auf dem ehemaligen „Bombodrom“ erst möglich gemacht.

Radeln zu Wisenten und Wildpferden am Rande der Hauptstadt

Unmittelbar vor den Toren Berlins entsteht für Radtouristen demnächst eine attraktive Strecke durch die Wildnis der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide. Der naturverträglich befestigte Radweg führt von Krampnitz bei Potsdam gute zehn Kilometer durch Heideflächen und Eichenwälder Richtung Nordwesten nach Elstal.

Mit etwas Glück begegnen die Radfahrer Wisenten, Wildpferden und Rotwild – auf der anderen Seite des Zauns. Der umgibt die ca. 1.900 Hektar Wildniskernzone, wo die großen Pflanzenfresser weitgehend ungestört vom Menschen leben. Insgesamt 3.600 Hektar Natur – das entspricht dem 17-fachen des Berliner Tiergarten - und 55 Kilometer Wanderwege in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide lassen Besucher die Hektik der Großstadt vergessen.

Bald fliegen sie wieder – Vögel des Glücks in Wanninchen

Am 26. März startet das Heinz Sielmann-Naturerlebniszentrum Wanninchen in der Niederlausitz mit einer Vernissage zum Thema „Steinreicher Naturpark“ und einem unterhaltsamen Familienprogramm in die neue Saison. Das letzte Haus in Wanninchen, als einziges vom jahrzehntelangen Tagebau verschont geblieben, ist heute Besucherzentrum und Anziehungspunkt für Naturfreunde und Zugvogelfans.

Kraniche, Singschwäne, Graugänse und viele andere Wasservögel lieben die Flachgewässer der Bergbaufolgelandschaft und rasten hier auf ihrem Flug in den Süden oder Norden. Die majestätischen Vögel beim Fliegen oder bei ihrem graziösen Balztanz zu beobachten, ist ein großartiges Erlebnis. Kranichsafaris und -beobachtungen, aber auch Fährtenlesen, Nachtwanderungen und vieles mehr bietet das Heinz Sielmann-Naturerlebniszentrum Wanninchen im südöstlichen Brandenburg.

Neuer Naturlehrpfad: Was lebt im und am See?

In Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen bei Storkow entsteht in diesem Jahr ein neuer Naturlehrpfad. Infotafeln am Wegesrand beschreiben, welche Vögel, Amphibien, Fische und Säugetiere im und am Wasser leben. Erlenbrüche und Röhrichtufer beherbergen seltene Arten wie den Fischotter, Moorfrosch, Teichrohrsänger, die Große Rohrdommel und viele andere seltene Arten.

Der neue Lehrpfad, voraussichtlich ab Herbst 2017 fertiggestellt, beginnt auf dem Gelände der Fischerei Köllnitz in Groß Schauen mit der preisgekrönten Ausstellung „Eintauchen und Abheben“. Sie zeigt die örtliche Seenlandschaft aus der Perspektive des Fischadlers (aus der Luft) und des Fischotters (unter Wasser). In verschiedenen Aquarien sind typische Fische des Sees zu sehen.

Heinz Sielmann Stiftung auf der ITB

Halle 12, Gemeinschaftsstand Berlin-Brandenburg, Stand Nr. 101/22

Ansprechpartnerin: Susanne Wunderlich, Tel. 05527 914-416 oder mobil 0151 11349019