Kindersegen in der Döberitzer Heide Auftrag ausgeführt: Przewalski-Stuten bescheren Zuchthengst „Spurter“ fünf Fohlen. Mit zusätzlich fünf Wisent-Babys ist die Kinderstube in der Sielmanns Naturlandschaft nun gut gefüllt.

Elstal. Przewalski-Zuchthengst „Spurter“ ist bei seinem Harem in der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gut angekommen. Schon in seiner ersten Saison konnte der Hengst aus Springe in Niedersachsen bei allen Stuten im Schaugehege landen. Seine fünf Nachkömmlinge heißen jetzt Heiratsschwindler, Heimchen, Heilpraktiker, Heimweh und Heidelbeere. Das sind die fünf originellsten Vorschläge aus dem Namenswettbewerb, den die Stiftung zusammen mit der Berliner Zeitung ausgerufen hatte. Auch die Wisent-Herde hat sich in dem Semireservat der Heinz Sielmann Stiftung bestens eingerichtet. Fünf Kälber wurden in den letzten Wochen geboren und es wird weiterer Nachwuchs erwartet. Ein Teil der Wildtier-Babys ist im Schaugehege zu bewundern. Täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

29 Wildpferde teilen sich in der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide ihren Lebensraum nun mit 43 Wisenten. Beide Wildtier-Arten tragen durch ihr Äsungsverhalten und auch durch Staubbaden und Wälzen dazu bei, die wertvolle Offenlandschaft zu erhalten. Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass seltene, an offene Lebensräume angepasste Tiere und Pflanzen in der Heide überleben können.

„Schon die letzte Saison war sehr erfolgreich, was die Fortpflanzungslaune unserer Tiere betrifft “, freut sich Peter Nitschke von der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide über den erneuten Babyboom. „Und das ist gut so. Wisente und Przewalksi-Pferde sollen hier ja nicht nur als „Landschaftspfleger“ arbeiten. Wir wollen im Rahmen des Erhaltungs-zuchtprogramms auch dazu beitragen, ihren Bestand dauerhaft zu sichern“.

Große Herausforderung bleibt jetzt noch die Suche nach Namen für die fünf Wisent-Kälber. Sie müssen mit „Dö“ beginnen, also z.B. „Dörte“ oder „Döbi“.
Tipps und Empfehlungen nimmt die Stiftung gerne entgegen unter info@snl-doeberitzer-heide.de.

„Bei der Auswahl der Namen für die Fohlen hatten wir die Qual der Wahl. Rund 100 teilweise sehr originelle Vorschläge haben wir bekommen“, sagt Peter Nitschke. „Jetzt bin ich gespannt, was unsere Wildtier-Fans sich für die Wisente einfallen lassen!“

Auf die Gewinner des Namenswettbewerbs wartet jeweils eine Familienjahreskarte für das Schaugehege.