Kraniche beziehen erste Brutreviere in Ostdeutschland

In den brandenburgischen Seen erklingen bereits die ersten Trompetenrufe: die Kraniche sind zurück aus Südeuropa und eröffnen damit den bis Mai dauernden großen Zug der nach Deutschland zurückkehrenden Zugvögel. Bei den Kranichen steht schon in allernächster Zeit die Balz ins Haus - dann sind mit etwas Glück die spektakulären Tänze der Vogelmännchen und Weibchen in der freien Natur zu beobachten.

25.02.2009, Berlin/Wanninchen. In diesen Tagen wurden in den Flachwasserseen der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen – einem ehemaligen Braunkohletagebau-gebiet in der Niederlausitz  – bereits rund 120 Kranichen gesichtet. Ralf Donat, Projektmitarbeiter der Heinz Sielmann Stiftung, hat die Vögel in den Uferzonen des Schlabendorfer Sees bei Wanninchen beobachtet. „Die zunehmende Tageslänge in den Überwinterungsgebieten in Spanien hat bereits den Hormonpegel der Kraniche verändert und ihr angeborenes Verhalten zum Rückzug in die Brutgebiete ausgelöst", sagt Ralf Donat. Einige der auffällig schönen und großen Vögel sind im Verlauf der letzten milden Winter aber auch zu Teilziehern geworden und haben in Deutschland oder den nahen westlichen Nachbarländern überwintert. Diese sind jetzt im Vorteil bei der Besetzung vorteilhafter Brutplätze, wie etwa auch in der Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen, aus deren kilometerlangen Schilfgürteln sich etliche Kraniche mit ihren Rufen vernehmen lassen. Am Himmel sind jetzt häufig die V-förmigen
Flugformationen der Kraniche zu beobachten, die in das Baltikum, nach Nord- und Nordosteuropa zurückkehren. Erste Frühlingsgesänge ertönen auch schon von Amseln und Kohlmeisen.

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