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Ministerpräsident Matthias Platzeck mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis 2009 ausgezeichnet

Potsdam. Der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck wurde heute für sein herausragendes Engagement auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis 2009 ausgezeichnet. Die Stiftungsratsvorsitzende der Heinz Sielmann Stiftung, Inge Sielmann, und die Stiftungsvorstände Michael Spielmann und Walter Stelte überreichten die Auszeichnung im Rahmen einer Festveranstaltung im Potsdamer Nikolaisaal. Die Preissumme von 10.000 Euro wurde von Ministerpräsident Platzeck an das brandenburgische "Netzwerk gesunde Kinder" weitergegeben. Der Brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck wurde heute in Potsdam für sein herausragendes Engagement auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes mit dem Heinz Sielmann Ehrenpreis 2009 der Heinz Sielmann Stiftung ausgezeichnet.

 

„Ministerpräsident Matthias Platzeck ist eine prägende Persönlichkeit der deutschen Umweltbewegung und der Umweltpolitik“, erklärte die Stiftungsratsvorsitzende Inge Sielmann vor 150 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Dank seiner Arbeit als Umweltminister Brandenburgs von 1990 bis 1998 und als Ministerpräsident seit 2002 stehen rund 40% der Fläche Brandenburgs unter Naturschutz, es gibt elf Naturparke, drei Biosphärenreservaten und den Nationalpark Unteres Odertal. Matthias Platzecks Verdienste im Naturschutz waren auch eine  Vorleistung für die spätere Vereinbarung der Großen Koalition zur Unterschutzstellung des Nationalen Naturerbes.

Die Laudatio auf den Preisträger wurde gehalten von einem langjährigen Weggefährten im ostdeutschen Natur- und Umweltschutz, Prof. Michael Succow, Träger des alternativen Nobelpreises, ehemals Professor für Geobotanik und Landschaftsökologie an der Universität Greifswald. Prof. Succow sagte: „Matthias Platzeck versteht den Naturschutz auch als eine wichtige soziale Aufgabe, die zum Wohle der Menschen und im Zusammenhang mit ihrer regionalen Verwurzelung zu gestalten ist. Heinz Sielmanns Prinzip des ‚Naturschutz als positive Lebensphilosophie’ drückt genau dieses aus.“

"Der Ehrenpreis ist für mich Bestärkung, Brandenburg als Naturland weiterhin intensiv zu fördern", sagte Ministerpräsident Matthias Platzeck auf der Veranstaltung. "Ich habe Heinz Sielmann persönlich kennen und schätzen gelernt. Seine Liebe zur Natur, sein besonderes Verantwortungsbewusstsein für das, was wir der jungen Generation erhalten wollen und müssen, haben mich sehr beeindruckt. Denn es ist auch meine tiefste Überzeugung, dass wir unsere Naturschönheiten erhalten und die Umwelt schonen müssen", sagte Platzeck.

Die Vorstände der Heinz Sielmann Stiftung, Michael Spielmann und Walter Stelte, sprachen dem Ministerpräsidenten bei der Übergabe der Urkunde ihren Dank aus: „Matthias Platzeck erkannte früh den Wert der großflächigen und artenreichen Truppenübungsplätze in Brandenburg und sicherte sie, beispielhaft für Deutschland, für den Naturschutz“, sagten sie. Die Heinz Sielmann Stiftung konnte nach der deutschen Wiedervereinigung in Brandenburg große Flächen für den Naturschutz sichern, die „Sielmanns Naturlandschaften“. Zu diesen gehören die Bergbaufolgelandschaft Wanninchen, die Groß Schauener Seenkette und der ehemalige Truppenübungsplatz Döberitzer Heide.

Der Heinz Sielmann Ehrenpreis

Der Heinz Sielmann Ehrenpreis wurde seit 1994 zwölf Mal verliehen. Empfänger sind Einzelpersonen, öffentliche Institutionen oder Unternehmen, die sich in maßgeblicher Weise um den Naturschutz in Forschung, Praxis und Verwaltung verdient gemacht haben. Ausgezeichnet werden außergewöhnliche Leistungen in der naturkundlichen und naturwissenschaftlichen Forschung, in der Pflege und Erhaltung der Artenvielfalt, in der öffentlichkeitswirksamen und pädagogischen Vermittlung des Naturschutzgedankens, in der Verwirklichung von Nachhaltigkeitsprinzipien im unternehmerischen Handeln sowie bei der engagierten Verankerung des Naturschutzes in Gesetzgebung und Verwaltung. Der Heinz Sielmann Ehrenpreis ist dem Wirken seines 2006 verstorbenen Stifters verpflichtet. Die Benennung der Preisträger geschieht in Übereinstimmung mit den Zielen der Heinz Sielmann Stiftung.

Unter den Preisträgern waren der Bundeslandwirtschaftsminister Jochen Borchert, das Naturkundemuseum Erfurt, der Humanethologe Prof. Irenäus Eibl-Eibesfeldt, der frühere Direktor des Zoologischen Gartens Berlin, Prof. Heinz-Georg Klös, der Unternehmer Erivan Haub, der Leiter des Tiergartens Hoyerswerda Werner Jorga sowie Dr. Hans Heinrich und Theda Hatlapa, Gründer und Leiter des Wildparks Eekholt in Schleswig-Holstein.