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Natur macht Schule: Osnabrücker Schüler gewinnen bundesweiten Wettbewerb für Naturschutz

Im vergangenen Jahr waren bundesweit Schulen aufgerufen ihre Ideen für mehr Natur- und Artenschutz beim Wettbewerb Natur macht Schule der Heinz Sielmann Stiftung einzureichen. Zehn Projekte wurden zu kostenfreien Workshops eingeladen und bekamen ein Startgeld zur Umsetzung ihrer Idee. Drei Projekte davon wurden als Sieger gekürt. Den ersten Platz belegte die Schüler-AG der Ursulaschule Osnabrück mit ihrem Projekt #beehivesmatter.

Lehrer Peter Pietschmann (2. v.l.) und Schüler Leo Schulte und Elias Sander vom Gymnasium Ursulaschule in Osnabrück freuen sich über den ersten Platz und den Scheck. Foto: Ines Blank

Alle drei Gewinner-Teams präsentierten vor den Teilnehmern und der Jury, welche Schritte als nächstes geplant sind. Foto: Ines Blank

Insgesamt nahmen zehn Schüler-Teams am Wettbewerb und den Biodiversitätscamps teil. Foto: Ines Blank

Wildbienen brauchen unsere Hilfe!

Das dachten sich die Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft am Osnabrücker Gymnasium Ursulaschule vor dem Hintergrund der Berichterstattung rund um das Thema Insektensterben. Die Jugendlichen entwickelten eine Projektidee für den Schutz der Wildbienen auf dem Schulgelände. Mit der Idee bewarben sie sich beim Wettbewerb Natur macht Schule. Die Experten der Heinz Sielmann Stiftung überzeugte das Konzept und die Arbeitsgemeinschaft wurde mit neun weiteren Gruppen zu zwei Biodiversitätscamps auf Gut Herbigshagen, dem Hauptsitz der Stiftung im niedersächsischen Duderstadt, eingeladen. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler Tipps von Experten zur Projektumsetzung und ein Startkapital von 250 €.

Zu Essen und ein Dach über dem Kopf

Mit dem Fördergeld und dem neu erlernten Wissen legten die Jugendlichen über die Sommersaison los. Eine Brache wurde rekultiviert, sodass ein Nektarbuffet für die Wildbienen wachsen konnte. Der Fokus lag auf der Wiederansiedlung von Pflanzen, die auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft werden. Außerdem wurden die Erfolge mit einem ökologischen Monitoring gemessen. Die Schülerinnen und Schüler begeisterten Gleichaltrige, Lehrer und Eltern für das Projekt. Es wurde sogar ein eigenes Logo entwickelt und T-Shirts bedruckt. Diese umfassende Idee und die ganzheitliche Projektumsetzung überzeugt die Jury. Die Schule erhielt ein Preisgeld in Höhe von 1.000 € für das Projekt. Das Projekt wird im Sommerschuljahr an die 5. und 7. Klassen weitergegeben. Die können das Preisgeld gut für weitere Schutzmaßnahmen für die Wildbienen gebrauchen.

Platz zwei an Gymnasium Strälen, Platz drei sichert sich Gesamtschule Kürten

Das Zweitplatzierten Projektteam des städtischen Gymnasiums Strälen freute sich über ein Preisgeld in Höhe von 600 € für die nächsten Projekte. Die Schülerinnen und Schüler hatten über 500 Seedbombs, also Samenbomben mit regionalem Saatgut, gebastelt und an Schüler, Lehrer und Eltern verteilt. Im Rahmen Ihres Projekts „May good things grow“ wurde ein Wettbewerb ausgerufen, in dem die schönste, durch die Seedbombs angelegte Wildblumenwiese gekürt wurde. Die Gesamtschule Kürten belegte mit dem Projekt „Wildbienenprojekt der GSK“ den dritten Platz und erhielt ein Preisgeld in Höhe von 400 € von der Heinz Sielmann Stiftung. Schülerinnen und Schüler hatten Wildbienenhotels auf dem Schulgelände aufgestellt. Sie beobachteten die Wildbienen, die dort einzogen regelmäßig und bestimmten die Arten. So erfassten Sie die Wirkung der Insektenhotels und konnten Aussagen darüber treffen, ob etwa der Standort gut gewählt wurde. Dr. Hannes Petrischak, Biologe und Leiter des Fachbereichs Naturschutz der Heinz Sielmann Stiftung, half bei der Bestimmung der Wildbienenarten. Das Preisgeld will die Gruppe dazu nutzen, im nächsten Jahr eine Infotafel zu gestalten und aufzustellen.

Zweiter Wettbewerb im nächsten Jahr

„Die Schulteams hatten so tolle Ideen und viel Tatendrang. Wir werden im nächsten Jahr  einen weiteren Wettbewerb starten und sind schon jetzt auf die Einreichungen gespannt“, erklärt Carolin Ruh, Leiterin des Natur-Erlebniszentrums Gut Herbigshagen und Vorstand der Stiftung.

Interessierte finden ab Februar 2020 nähere Informationen auf der Projektseite.