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Naturerlebnis "Freie Heide" - Wanderweg von Rossow zum Sielmann-Hügel ist freigegeben!

Heute wurde der zweite Wegeabschnitt im Süden des „Bombodroms“ offiziell eröffnet. Landrat Ralf Reinhardt und Dr. Hannes Petrischak, Leiter des Bereichs Naturschutz bei der Heinz Sielmann Stiftung, gaben symbolisch den sechs Kilometer langen Wanderweg von Rossow zum Sielmann-Hügel auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz im nordwestlichen Brandenburg frei. Damit stehen insgesamt 13 Kilometer Wanderwege in der ansonsten gesperrten Kyritz-Ruppiner Heide zur Verfügung. Zu Fuß, zu Pferd und mit dem Fahrrad können Besucher die Landschaft auf dem munitionsberäumten Weg von Neuglienicke nach Rossow erleben.

„Wieder haben wir einen großen Schritt geschafft, die wunderschöne Heidelandschaft noch stärker für die Menschen, seien es Anwohner oder auch Touristen, zugänglich zu machen. Wir verdanken den Erfolg der guten Zusammenarbeit mit dem Landkreis und unseren vielen anderen Partnern vor Ort“, betonte Naturschutzexperte Dr. Hannes Petrischak.

Partner der Heinz Sielmann Stiftung in der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft  (KAG) sind der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, die Stadt Wittstock/ Dosse, Stadt Rheinsberg, Fontanestadt Neuruppin, die Gemeinde Amt Temnitz, die Unternehmervereinigung „Pro Heide“, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, Bundesforstbetrieb Westbrandenburg und der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.

Investitionen für die „Freie Heide“

Die Heinz Sielmann Stiftung betreut seit 2012 etwa 4000 Hektar Nationale Naturerbe-Fläche im Süden des ehemaligen Truppenübungsplatzes. Seitdem hat sie hier jährlich ca. 500.000 Euro investiert. Mit der aufwändigen Entmunitionierung von Wegestrecken und dem Bau von Rastplätzen hat die Stiftung des berühmten Tierfilmers eine erste touristische Nutzung ermöglicht. Die Vision des Naturerlebnisses in der "Freien Heide" haben die Verantwortlichen der Stiftung dabei immer vor Augen gehabt.

Wertvolle offene Flächen für Artenvielfalt

Die Nationalen Naturerbe-Flächen werden von der Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) gepflegt und entwickelt. Um die größte zusammenhängende Heidefläche Deutschlands zu erhalten, müssen die Flächen offen gehalten werden. Denn nährstoffarme offene Flächen sind wertvoller Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

Der von der Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg eingerichtete Truppenübungsplatz umfasst insgesamt rund 12.700 Hektar und hat mit vielen seltenen Arten, darunter Seeadler, Wolf und Wiedehopf, eine besondere Bedeutung für den Naturschutz in Deutschland. 9400 Hektar unterliegen dem höchsten europäischen Schutz, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH).