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NDR Naturnah: Auf den Spuren von Heinz Sielmann

Es blüht, kreucht und fleucht an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze, auf dem ehemaligen Todesstreifen. Genau so hatte es sich der bedeutende Naturfilmer Heinz Sielmann gewünscht, als er vor 25 Jahren seine Naturschutzstiftung gründete. Karl-Josef Merten hat mit dem engagierten Naturschützer damals über seine Vision gesprochen, hier ein Naturschutzgebiet zu schaffen. Heute würde Karl-Josef Merten seinem berühmten Vorbild gern zeigen, was für ein artenvielfältiges Paradies aus des ehemaligen Todesstreifen geworden ist.

Karl-Josef Mertens ist engagierter Naturschützer am Grünen Band. Foto: Katrin Heineking, NDR

Heinz Sielmann 1989 bei den Dreharbeiten zu "Tiere im Schatten der Grenze". Foto: Archiv Heinz Sielmann Stiftung

Fest verwurzelt in Niedersachsen

Im Jahr 1996 wurde das Gut Herbigshagen bei Duderstadt zum Sitz der Heinz Sielmann Stiftung. Der weitgereiste Filmemacher wünschte sich damals ein zusammenhängendes Biotop, ein "Grünes Band" auf dem ehemaligen deutsch-deutschen Grenzstreifen. Im Schlusswort seines Film „Tiere im Schatten der Grenze“ formulierte Heinz Sielmann bereits 1989 seine Vision für ein "Grünes Band": „Wie wir gesehen haben, gibt es im Schatten der Grenze noch intakte Lebensräume, Refugien der Natur mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt – ein verlockendes Ziel für ein gemeinsames Naturschutzprojekt von Ost und West.“ Von Gut Herbigshagen aus, nur wenige Meter von der ehemaligen innerdeutschen Grenze entfernt, setzt sich die Stiftung seit dem dafür ein, dass Sielmanns Vision Wirklichkeit wird.

Ein Paradies für die Natur

Die Dokumentation aus der Reihe "NaturNah" zeigt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Heinz Sielmann Stiftung, was Heinz Sielmann zum herausragenden Naturfilmer gemacht hat, wie seine Gedanken und Visionen zum Naturschutz in der aktuellen Stiftungsarbeit fortleben und wie aus der Todeszone am Eisernen Vorhang ein Paradies für die Natur geworden ist, das Menschen bis heute für den Naturschutzgedanken begeistert. Das "NaturNah"-Team begleitet die Naturschützerinnen und -schützer der Heinz Sielmann Stiftung dabei, wie sie sich unermüdlich um Refugien für Wildkatzen und Luchse sowie Rotmilane und Schwarzstörche einsetzen und wie aus Naturschutzgegnern teilweise begeisterte Landschaftsschützer geworden sind.

Sielmanns Biotopverbund Eichsfeld-Werratal ist zu einem Rückzugsgebiet für viele gefährdete oder bedrohte Vogel- und Insektenarten geworden, in dem beispielsweise Neuntöter, Blau- und Braunkehlchen sowie der große Eisvogel wieder heimisch geworden sind.

Sendetermin

Dienstag, 24. September 2019, 18:15 Uhr

im NDR Fernsehen

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