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Neue Heidekönigin ist Botschafterin der Artenvielfalt

Zum zweiten Mal wurde die Heidekönigin in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gekürt. Madita Wendte löst die erste Heidekönigin Lena Hoffmeister ab. Die 29-jährige lebt in Dallgow-Dorf und ist Pferdewirtschaftsmeisterin. Sie repräsentiert den Regionalpark Osthavelland-Spandau und ist Botschafterin für die Artenvielfalt in Sielmann Naturlandschaft Döberitzer Heide.

Madita Wendte ist die neue Heidekönigin und wurde von den Vertretern der Stiftung, Dr. Hannes Petrischak (links) und Thomas Bischoff, begrüßt. Foto: Tanja Marotzke

Die Heidekönigin 2018, Lena Hoffmeister, überreicht ihrer Nachfolgerin die Auszeichnung. Foto: Tanja Marotzke

Die Bundeswehr - im Süden der Döberitzer Heide liegt der aktive Standortübungsplatz - nutzte die Gelegenheit um ihr Engagement im Naturschutz zu präsentieren. Foto: Tanja Marotzke

Madita Wendte fuhr auf dem alten Lanz Buldog vor. Foto: Tanja Marotzke

Die Reiter, angeführt von Brigade-General Andreas Henne, eröffneten mit dem Leonardiritt das Heidefest. Foto: Tanja Marotzke

Die Pausiner Jagdhornbläser gaben jagdliche Lieder zum Besten. Foto: Tanja Marotzke

Die Schafe von Schäfer Johann Nesges nahmen den Trubel gelassen hin. Foto: Tanja Marotzke

Naturverbunden mit der Region

Bei spätsommerlichem Sonnenschein feierten verschiedenste Akteure gemeinsam mit naturinteressierten Besuchern das zweite Heidefest in der Döberitzer Heide. Rund um den Obelisken im Nordteil des ehemaligen Truppenübungsplatzes gab es eine Krönungszeremonie mit Rahmenprogramm. Ziel der Veranstaltung, die gemeinsam von der Heinz Sielmann Stiftung und dem Regionalpark Osthavelland-Spandau e.V. ausgerichtet wird, ist es, für die Region zu werben. Die insgesamt acht Regionalparks rund um Berlin möchten über Grenzen hinweg den Naturschutz stärken und kulturelle Schätze erlebbar machen. Der erste wichtige Termin für die Heidekönigin wird die Grüne Woche im nächsten Frühjahr sein.

Madita Wendte sagt selbst über die Wahl zur Heidekönigin: "Allen Verantwortlichen ist sehr wichtig, dass die Heidekönigin naturverbunden ist und auch eine Beziehung zur Landwirtschaft hat. Die Heidekönigin ist ja immer auch eine Botschafterin der Artenvielfalt. So passt das alles sehr gut zusammen."

Auftakt hoch zu Ross

Zum Auftakt des Heidefestes wirbelten Pferde und Reiter ordentlich Staub auf. Der traditionelle Leonardiritt, eine Tradition aus dem 11. Jahrhundert, wurde zum ersten Mal mit dem Heidefest gemeinsam begangen. Die Pferde wurden anschließend von Pfarrer Maechler aus Wansdorf gesegnet. Auch die Schafe, die sonst ihren Dienst als Landschaftspfleger auf vier Beinen in der Heide verrichten, nahmen an der Zeremonie teil. Ebenso die zahlreichen Hunde der Jagdhornbläser Pausin, die ihre Frauchen und Herrchen zum Abschluss der Zeremonie lautstark unterstützen.

Natur steht im Fokus

"Expedition Artenvielfalt" war das Motto des Rahmenprogramms zum Heidefest. Die Bundeswehr präsentierte ihre Beiträge zum Naturschutz, mit Schwerpunkt in der Heide. Im Süden von Sielmanns Naturlandschaft liegt der aktive Standortübungsplatz Döberitz. Hauptmann Maik Wolschke erklärte: "Wir freuen uns über die gute Nachbarschaft zur Heinz Sielmann Stiftung. Auf unserem Gelände finden Elemente der Grundausbildung der Soldaten statt, so etwa das Leben im Gelände, das Biwaken, das Übernachten im Freien und auch das Fahren im Gelände. Bei uns geht es weniger um das Schießtraining. Wenn, dann verwenden wir aber nur Übungsmunition." Die Mitarbeiter der Heinz Sielmann Stiftung boten Bastelaktionen mit Tierspuren an. Ein Robur-Bus fuhr mit Gästen zur Safari. Wer zu Fuß gehen wollte, wurde von Dr. Hannes Petrischak begleitet. Der Biologe und Leiter des Geschäftsbreichs Naturschutz fand zahlreiche Insekten und erklärte Wissenswertes zu den sechsbeinigen Bewohnern des Schutzgebiets.