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Neues Biotop in Göttingen entsteht mit Hilfe von Sartorius

Auf Initiative des Life-Science-Unternehmens Sartorius und unter Koordination der Heinz Sielmann Stiftung entsteht bis Herbst 2021 ein vielfältiges Feuchtbiotop südlich des Flüthewehrs in Göttingen. Die Stadt stellt für das Projekt eine etwa 16 Hektar große Fläche an der Leine zur Verfügung, die bisher überwiegend durch eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung geprägt war.

Sartorius AG In dem neuen Biotopkomplex sind verschiedene Landschaftselemente geplant. Karte: Sartorius

In direkter Nähe zum Naherholungsgebiet Kiessee soll ein vielfältiger Biotopkomplex entstehen. Die Leine teilt das Areal in zwei Abschnitte, die einen ökologisch vielfältigen Lebensraum für seltene und gefährdete Tiere wie Amphibien und Vögel bieten werden, denn im Rahmen der Maßnahmenumsetzung werden in enger Zusammenarbeit mit dem Leineverband unter anderem ein Weichholz-Auwald, Flutrinnen, Mulden und Senken als Elemente des Auenreliefs, mehrere Flachwassertümpel, Weiher und extensives Grünland entstehen. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ein Vogelbeobachtungspunkt und ein Erlebnisweg geplant. Sartorius übernimmt sämtliche Kosten in Höhe von über einer Million Euro.

Sartorius setzt Nachhaltigkeitsstrategie lokal und global um

Die Schaffung dieses Naturraums erfolgt im Rahmen von weiteren Nachhaltigkeitsprogrammen des Konzerns. So hat Sartorius zum Beispiel jüngst an seinem Standort Yauco in Puerto Rico ebenfalls ein umfangreiches Biodiversitätsprojekt realisiert. Mit der Heinz Sielmann Stiftung arbeitet das Unternehmen bereits länger zusammen, so auch bei der naturnahen Gestaltung seines Campus in Göttingen. Joachim Kreuzburg, Vorstandsvorsitzender von Sartorius, sagt: „Als wir vor gut einem Jahr gemeinsam mit der Heinz Sielmann Stiftung mit dieser Idee auf die Stadt Göttingen zugegangen sind, haben wir sofort viel Unterstützung erfahren. Ich freue mich sehr auf die baldige Entstehung des Biotops und hoffe, dass sich die vielen Naturliebhaber in Göttingen und der Region daran erfreuen werden.“ Rolf-Georg Köhler, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, ergänzt: „Naherholung, Umweltbildung und Naturschutz finden im zukünftigen Feuchtbiotop an der Leine wunderbar zusammen. Dass die Firma Sartorius sich hier so engagiert, ist für Göttingen ein echter Glücksfall und kann nicht genug geschätzt und gewürdigt werden.“ Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, sagt: „Das Projekt zeigt wie Gebietskörperschaften, private Unternehmen und gemeinnützige Institutionen wie die Heinz Sielmann Stiftung Hand in Hand für den Schutz der Natur zusammenarbeiten. Uns freut besonders, dass wir hier in der Region Göttingen wirksam werden können, der wir uns durch den Stiftungssitz in Duderstadt besonders verbunden fühlen.“

Einweihung für Herbst 2021 geplant

Die Genehmigung für das Vorhaben durch die zuständige Untere Wasserbehörde wird demnächst erwartet. Noch im Februar soll mit Rücksicht auf Brutzeiten voraussichtlich vorzeitig mit den ersten Vorbereitungsmaßnahmen begonnen werden. Dabei wird besonders auf eine schonende Ausführung der Arbeiten geachtet. Mit der konkreten Planung und Umsetzung ist das Büro für Freiraumplanung aus Bevern/Forst beauftragt. Die Eröffnung des Biotops ist für den Herbst 2021 geplant. Die Stadt Göttingen wird die Dauerpflege für das extensive Grünland übernehmen. Mittelfristig soll sich das Biotop bei möglichst geringen Eingriffen auf natürliche Weise entwickeln können.