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GEO-Tag der Natur 2019 zieht Bilanz

Trotz der hitzigen Temperaturen strömten 15.000 Teilnehmer am dritten Juni-Wochenende zu den über 400 Veranstaltungen, die im Rahmen des Aktionstages GEO-Tag der Natur bundesweit stattfanden. Nun werden die Daten ausgewertet, Ergebnisse der Artenzählungen von Experten und Bürgern werden voraussichtlich im Herbst 2019 veröffentlicht.

Gruppenfoto aller Podiumsgäste mit Moderator vor dem Berliner Dom.

Bei der großen Auftaktveranstaltung in Berlin diskutierten am 14. Juni Referenten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam mit dem Publikum Herausforderungen und Lösungen einer nachhaltigen und umweltschonenden Ernährungswirtschaft. Foto: GEO-Tag der Natur e.V. / Jonas Wresch

Mehr als 400 Exkursionen und Events in der Natur hatten die Unterstützer des GEO-Tag der Natur e.V. und Artenexperten in diesem Jahr in ganz Deutschland angemeldet, um gemeinsam mit Naturinteressierten am 15. und 16. Juni 2019 die heimischen Tier- und Pflanzenarten neu zu entdecken und zu dokumentieren.

 

Ökolandwirtschaft fördert Artenvielfalt 

Die diesjährige Hauptveranstaltung mit Vorträgen und Workshops zum Leitmotiv „Essen, was schützt“ fand auf dem Hof des Ökodorfs Brodowin in Berlin-Brandenburg statt. Dort konnten die Teilnehmer nachhaltige Landwirtschaft aus nächster Nähe kennenlernen und bei Führungen im angrenzenden Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gemeinsam mit Experten beheimatete Arten bestimmen und Einblick in die Artenvielfalt der Region erhalten. Bereits bei der ersten Bestandsaufnahme wurde deutlich: Die Biodiversität rund um Brodowin ist besonders hoch – ökologische Landwirtschaft fördert sichtbar die Artenvielfalt. Die Experten konnten in der umliegenden Natur eine Vielzahl an Tier-, Pilz- und Pflanzenarten erfassen und auch die Wissenschaft belegt: Auf Flächen der Biolandwirtschaft ist die Artenvielfalt um bis zu 30% höher als in der konventionellen Landwirtschaft. 

 

Inventur der Stadtnatur an der Elbe

In Hamburg fand der GEO-Tag der Natur in Kooperation mit dem Centrum für Naturkunde (CeNak) der Universität Hamburg im Rahmen des Langen Tags der StadtNatur der Loki Schmidt Stiftung statt. Über 200 Veranstaltungen, von der Insekten-Lichtfalle bis zum Fotoworkshop mit GEO-Fotografen Solvin Zankl lockten die TeilnehmerInnen in die grünen Ecken und Naturschutzgebiete Hamburgs und der Metropolregion. Auf der Hamburger Elbinsel Neßand konnten sie unberührte Natur entdecken und sich auf die Suche nach den seltenen Wildbienenarten machen, die dort beheimatet sind. Über 36 Extratouren zur Arteninventur, geleitet von Wissenschaftler des CeNak und seinen Partnern, ermöglichten eine umfassende Arteninventur in den Biotopen der Stadt. Die genaue Auswertung der Bestandaufnahme wird im Herbst diesen Jahres vorliegen.

 

Starke Partnerschaft

Auch an den Standorten der Heinz Sielmann Stiftung wurde Natur erforscht oder sich, trotz Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke, in der Natur sportlich bewegt. Über 400 Starter nahmen am traditionellen Heidelauf in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide in Brandenburg teil, der die Läufer einmal um die Wildniskernzone mit Wisenten und Przewalski-Pferden führte. Junge Zuschauer konnten sich beim Begleitprogramm zum Thema "Artenvielfalt in der Döberitzer Heide" kreativ mit Natur und Umwelt auseinandersetzen. Führungen mit Mitarbeitern der Heinz Sielmann Stiftung zum Naturschutz im Garten im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen und zur artenreichen Tierwelt in der Brandenburger Heidelandschaft kamen bei den Besuchern gut an. 

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt den GEO-Tag der Natur mit einer jährlichen Fördersumme von 100.000 Euro bereits im dritten Jahr. Dieses und weitere Förderprojekte der Heinz Sielmann Stiftung finden Sie unter www.sielmann-stiftung.de/foerderprojekte.

Mehr zum GEO-Tag der Natur finden Sie auf der offiziellen Homepage des Veranstalters www.geo-tagdernatur.de