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Singschwäne in Balzstimmung, Fischotter im Wintersport

Wustermark/Elstal – Wie die Kinder lieben die Fischotter in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauen den Schnee und nutzen die weiße Pracht für eine Rutschpartie. Auf und an den großen Wasserflächen in Groß Schauen und Wanninchen sammeln sich die Vögel bereits zur Balz. Wisente, Wildpferde und Rotwild in der Döberitzer Heide schalten bei Frost und Schnee auf Energiesparmodus.

„Momentan ist eine tolle Zeit für Naturschauspiele der besonderen Art. Bei uns in Wanninchen kann man derzeit schon mehr als 250 Singschwäne, dazu Dutzende Höckerschwäne und sogar einzelne Zwergschwäne beobachten. Auch wenn es nach dem Kalender noch tiefster Winter ist, kommen die Singschwäne bereits in Balzstimmung. Dabei stecken sich die Paare gegenseitig an und es kommt zur Gruppenbalz, die vor allem durch die weithin hörbaren Trompetenrute auffallen. Auch Grauammern lassen bei milderen Temperaturen bereits ihre ersten Melodien erklingen“, berichtet Ralf Donat, Projektleiter der Naturlandschaft der Heinz Sielmann Stiftung in der Niederlausitz.

Außerdem sind über 1200 Stockenten, einzelne Spießenten und die ersten Grauganspaare auf dem Schlabendorfer See zu sehen und zu hören. Als typische Wintergäste halten sich Kornweihen, Rauhfußbussarde und Seidenschwänze in Wanninchen auf.

Pflanzenfresser im Energiesparmodus

„Die großen Pflanzenfresser kratzen Gras, Kräuter und Farne unter dem Schnee hervor oder knabbern an den Ästen und der Rinde von Bäumen. Sie kommen mit weniger Nahrung und der Kälte im Winter gut klar. Das Winterfell der Tiere isoliert so gut, dass nicht einmal der Schnee darauf schmilzt“, erklärt Peter Nitschke, Projektleiter der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.

Wisente, Wildpferde und Rotwild finden in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide auch im Winter genug Nahrung. Im Sommer legen sie sich ein Polster mit Energiereserven an. In der kalten Jahreszeit stellt sich ihr Energiehaushalt auf Sparmodus um, die Tiere bewegen sich auch weniger. Die Wisente und das Rotwild sind Wiederkäuer und müssen deshalb beim Fressen ab und zu eine Pause zum wiederholten Zerkleinern der Nahrung einlegen. Die Przewalskipferde sind da im Vorteil. Sie können den ganzen Tag ohne Unterbrechung fressen, schließen die verfügbare Nahrung aber nicht so gut auf.

Fischotter treiben Wintersport in Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauen

Den vielen Fischottern, die die Groß Schauener Seenkette bewohnen, machen Kälte und Schnee nichts aus. Im Gegenteil. Schnee reizt ihren Spieltrieb. Wer Glück hat, kann die Tiere erleben, wie sie die Schneedecke für eine Rutschpartie nutzen. Mit Schwung sausen sie die Uferböschung hinab ins Wasser.

Für den Fischadler, sommerlicher Bewohner der Groß Schauener Seenkette, ist die Witterung noch zu kalt. Der Zugvogel wartet im warmen Afrika auf die passenden Temperaturen und trifft voraussichtlich im April hier ein. Die Groß Schauener Seenkette ist ein beliebtes Brutgebiert für den seltenen Greifvogel. Bis zu vier Paare jährlich haben hier in den vergangenen Jahren ihre Horste gebaut und Junge aufgezogen.

Winteröffnungszeiten

Heinz Sielmann Stiftung
Natur-Erlebniszentrum Wanninchen
Wanninchen 1, 15926 Luckau, OT Görlsdorf
bis März: Mi - Fr: 10-15 Uhr
Termine nach Absprache für Gruppen und Schulklassen jederzeit möglich.

Schaugehege Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide
Zur Döberitzer Heide 10, 14641 Wustermark/Elstal
Mo-So 10-16 Uhr (Winter) geöffnet.

Groß Schauener Seen
Ausstellung und Fischerei Köllnitz eG
Groß Schauener Hauptstraße 31 15859 Storkow, OT Groß Schauen
Täglich 9-17 Uhr