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Tierkindergarten in Sielmanns Schaugehege - Wisentkälber und Wildpferdefohlen geboren

Elstal – Das jüngste von drei Wisentkälbern im Elstaler Schaugehege der Heinz Sielmann Stiftung ist gerade mal sieben Tage alt. Am 12. Mai kam das erste Kalb dieses Jahres zur Welt, ein weiteres am 10. Juni. Bei den Przewalskipferden hat die Stute Fidorka vor knapp drei Wochen ein Stutfohlen zur Welt gebracht.

„Alle drei Kälber und auch das Fohlen sind gesund und munter. Sie stehen auf ihren vier Beinen, folgen der Mutter und trinken, das ist das beste Zeichen“, sagt Peter Nitschke, Projektleiter der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.  

„Die Tiere leben hier ganz natürlich, bei den Geburten helfen können wir nicht. Denn das sind Wildtiere, die jede Hilfe abwehren würden“, ergänzt Detlef Baumung, Cheftierpfleger in Sielmanns Naturlandschaft. Er ist fast immer der erste, der die Neugeborenen entdeckt, wenn er morgens ins Schaugehege kommt.  

Die Tierkinder werden hauptsächlich nachts geboren und schaffen es, ohne Hilfe auf die Welt zu kommen. Die Muttertiere ziehen sich für die Geburt die ersten ein bis drei Lebenstage der Neugeborenen etwas von der Herde zurück. Inzwischen sind die Nachkömmlinge in ihre jeweilige Herde integriert.  

Wisent-Eltern

Die Mutter des ersten Wisentkalbs heißt Spannyr, der Vater Dölfjur. An den Anfangsbuchstaben ist die Herkunft der Eltern zu erkennen. Spannyr ist 2006 aus dem Wisentgehege Springe in die Döberitzer Heide umgezogen und ist die älteste Wisentkuh im Schaugehege. Die beiden anderen Wisentmütter heißen Fliese und Flensi und stammen aus Fredeburg.  

Der Wisentbulle Dölfjur ist der Vater aller drei neugeborenen Kälber. Er ist ein stattlicher Bulle mit ca. 1,80 m Widerristhöhe und ca. 800 kg Gewicht. Vor acht Jahren kam er als erstes Wisentkalb im Schaugehege der Döberitzer Heide zur Welt. Aus dem kleinen Dölfjur ist ein großer Bulle geworden. Wisente sind die schwersten Landsäuger Europas, sie können bis zu einer Tonne wiegen und 2 m Widerristhöhe erreichen.  

Wildpferde-Eltern

Vater des Stutfohlens ist Xarim, der im vergangenen Jahr als neuer Zuchthengst ins Schaugehege eingezogen ist. Mutter ist Fidorka, eine erfahrene Stute der Herde. Sie kam 2006 aus dem Prager Zoo nach Elstal und ist inzwischen 15 Jahre alt. Mit dem Neugeborenen hat sie bereits neun Fohlen zur Welt gebracht. Voraussichtlich werden in den nächsten Tagen weitere Fohlen und ein Wisentkalb geboren.

Sielmanns Naturlandschaft mit Wildtieren und Dinosauriern

Neben den Wildtieren der Heinz Sielmann Stiftung ist im Schaugehege derzeit eine Sonderausstellung des Dinosaurier-Parks Altmühltal zu sehen. Sie zeigt gut 40 Modelle ausgestorbener Urzeittiere in Lebensgröße rund um das Gehege mit den Wisenten, Przewalskipferden und dem Rotwild. Einmalig ist die Kombination von ausgestorbenen und fast ausgestorbenen Kreaturen. Der europäische Wisent und das letzte echte Wildpferd waren im 20. Jahrhundert fast verschwunden. Durch gezielte Züchtung konnten die Arten erhalten bleiben.  

Öffnungszeiten Schaugehege mit Dinosaurierausstellung

Wann: 1.4.2015 - 1.11.2015, täglich von 9-18 Uhr
Wo: 14641 Wustermark/Elstal, Zum Erlebnis-Dorf 1
Anfahrt aus Berlin: Heerstraße/ B5 Richtung Nauen, Abfahrt Elstal „Sielmann Stiftung“
Öffentliche Verkehrsmittel: Regionalbahn nach Elstal, Bus 668 ab Bahnhof Elstal zu Karls Erlebnis-Dorf, Bus A05 der Haru Reisen OHG von Berlin Bahnhof Zoo über Spandau direkt zum Erlebnis-Dorf / Schaugehege (Infos online beim VBB einsehbar)
Eintritt: 12 € Erwachsene, 7,50 € Kinder, Familienkarte 35 €; Kitas und Schulen: 4,50 € pro Kind, Begleitperson frei