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Überraschung im Schaugehege: Wisentkalb im November geboren

Das Schaugehege der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide hat einen tierischen Bewohner mehr. In der Nacht zum Freitag, 22. November, hat eine der Wisentkühe ein Kalb „gesetzt“, wie es in der Fachsprache heißt. Das Bullenkalb kam für die Mitarbeiter der Sielmann Naturlandschaft überraschend. Wisentkühen sieht man ihre Trächtigkeit nicht an und der November ist kein typischer Monat für Rindernachwuchs.

In der Natur werden die Kälber üblicherweise in den Monaten Mai bis Juli geboren. Die Tragzeit bei Wisenten beträgt neun Monate. Im Schaugehege sind in diesem Jahr drei Wisentkälber zur Welt gekommen, das erste im Juni, das zweite im September und das dritte nun vor fünf Tagen. Geschäftsführer Peter Nitschke zeigt sich erleichtert: „ Die ersten drei kritischen Tage sind überwunden. Das Kalb folgt der Mutter und trinkt. Damit hat es die besten Chancen, auch in der kalten Jahreszeit gesund heranzuwachsen.“

Das ist wichtig, denn Wildtiere lassen sich nicht helfen. Auch im Gehege verhalten sich die Tiere wie in der Natur. Die Mutter verteidigt ihr Neugeborenes mit aller Kraft gegen Menschen und Tiere, auch gegen Artgenossen.

Für die Geburt sondert sich die Wisentkuh von der Herde ab, „setzt“ das Kalb und bleibt für die ersten Tage der Herde fern. Das ist ein arttypisches Verhalten. Inzwischen hat sich das Muttertier wieder der Herde zugesellt.

Ein Besuch des Schaugeheges ist ab dem 16.12. nicht mehr möglich. Wegen Umbaumaßnahmen bleibt das Gehege bis zum 14.06.2014 geschlossen.