Umweltminister Vogelsänger nimmt Siegerurkunde für das schönste Naturwunder 2014 entgegen

Boberow/Duderstadt – Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger und Dr. Sven Rannow, Leiter des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, nahmen heute in der Moorscheune Boberow unweit der Stadt Lenzen die Auszeichnung für die schönste Moorlandschaft Deutschlands 2014 entgegen. Gut fünf Wochen lang haben Anwohner und Freunde für das Rambower Moor in der Prignitz geworben und den Titel "Schönstes Naturwunder 2014" mit 41 Prozent von 3.000 Stimmen gewonnen.

Gemeinsam mit Dr. Elke Baranek, Geschäftsführerin von EUROPARC Deutschland e.V. übergab Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung, die Urkunde. Minister Vogelsänger bedankte sich besonders bei der Region, durch deren großes Engagement das Rambower Moor den 1. Platz erlangen konnte.  

„Das Rambower Moor hat eine bewegte Geschichte mit vielen Veränderungen hinter sich“, wusste Dr. Rannow zu berichten, „nun gilt es aus den Erfahrungen zu lernen und gemeinsam mit allen Beteiligten den langfristigen und nachhaltigen Schutz des Moores umzusetzen. Die Auszeichnung zum Naturwunder hilft uns dabei die Einmaligkeit des Gebietes deutlich zu machen.“  

Michael Beier betonte in seiner Ansprache den engagierten Einsatz des Biosphärenreservats und auch das beherzte Vorgehen der regionalen Akteure beim Stimmenfang. „Auch zukünftig soll die Naturwunder-Abstimmung viele Menschen auf Naturschönheiten vor der eigenen Haustür aufmerksam machen und zu einem besseren Verständnis für die Anliegen des Naturschutzes beitragen“, so Vorstand Beier weiter.  

Stellvertretend für den Landkreis Prignitz begrüßte Landrat Torsten Uhe die Veranstaltungsgäste. Dr. Detlef Guhl, Vorsitzender der Seegemeinde Boberow informierte neben Dr. Sven Rannow über das Rambower Moor und dessen naturschutzfachlichen Wert. Naturfotograf Dieter Damschen begeisterte mit seinem Bildervortrag „Kraniche am Rambower Moor“.  

Der Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, EUROPARC Deutschland e.V., ist seit nunmehr fünf Jahren Partner des Wettbewerbs um das schönste Naturwunder Deutschlands. Die 18 teilnehmenden Moorlandschaften des diesjährigen Naturwunder-Wettbewerbs befinden sich in den so genannten Nationalen Naturland­schaften. Dies sind Groß­schutzgebiete wie Naturparke, Nationalparke und Biosphärenreservate.

Das Rambower Moor in der Prignitz

Das Rambower Moor gehört zum Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg, liegt im Landkreis Prignitz und hat eine Fläche von etwa 450 Hektar. Zahlreiche Quellen speisen das Moor und durchströmen es. Im Oktober und November ist ein Besuch der Gewinnerlandschaft besonders empfehlens­wert. Zu dieser Zeit nutzen mitunter 3.000 Kraniche den zentral im Moor gelegenen rund 13,5 Hektar großen Rambower See als Schlafplatz.

Die Ergebnisse der Wahl und die Kurzbeschreibungen aller teilnehmenden Naturlandschaften sind weiterhin auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder anzusehen.

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