Deutschlands Naturwunder 2018 offiziell ausgezeichnet

Osnabrück, 2. Oktober 2018 - Dr. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, und Hartmut Escher, stellvertretender Vorsitzender von EUROPARC Deutschland e.V., überreichten heute die Auszeichnung „Naturwunder 2018“ an den Natur- und Geopark TERRA.vita im niedersächsischen Landkreis Osnabrück. Die Gnadenhof-Blühwiese "Blumiges Melle" wurde von über 37% der insgesamt 19.872 Stimmen zu Deutschlands Naturwunder 2018 gewählt. Die Abstimmung stand unter dem Motto „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“.

Dr. Fritz Brickwedde, Stiftungsratsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung, gratulierte dem Projektleiter Dr. Kai Behncke und allen Beteiligten: „Der Titel „Naturwunder 2018“ ist in höchstem Maße verdient. Nie waren unsere heimischen Insekten bedrohter als heute. Mit vereinten Kräften wurde hier ein vorbildliches Projekt auf die Beine gestellt, das sogar schon Erfolge in der Ansiedlung von besonders gefährdeten Wildbienen-Arten verzeichnen konnte.“ Auf der Wiese hat sich unter anderem die Wildbiene Andrena Argentata eingenistet.

„Die Auszeichnung als Deutschlands Naturwunder 2018 ist ein Ritterschlag für alle Beteiligten“, resümiert Projektleiter Dr. Kai Behncke. Mit Unterstützung des Flächeneigentümers Volker Wiesehahn und der Grundschule Westerhausen konnte die rund 600 Quadratmeter große Fläche in eine Blumenwiese verwandelt werden. Um die Pflege der Wiese kümmern sich die vierbeinigen Rasenmäher des Gnadenhofs Brödel. Statt schwerer Maschinen halten Ziegen und Ponys in Rente die Wiese in Schuss.

Die Blühwiese ist Teil des Projektes „Blumiges Melle“ im Osnabrücker Land. Ziel ist es, auf mehrjährigen Blühwiesen Nahrungs- und Überwinterungshilfen für Insekten zu schaffen. Die Gruppe „gUG Umweltschutz und Lebenshilfe“ startete das Projekt in 2017. Seitdem haben sich dem Projektleiter Dr. Kai Behncke viele Unterstützer angeschlossen.

„Ich hoffe, dass diese Auszeichnung dazu beiträgt, die Problematik und Bedeutung noch bekannter zu machen und weitere Projekte und Blühwiesen entstehen zu lassen. Mein Dank gilt auch der Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e.V., die dieses Thema mit der Naturwunderwahl verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit gebracht haben“, erklärte Dr. Michael Lübbersmann, Landrat des Landkreises Osnabrück.

Insgesamt 18 Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks standen zur Wahl. Zwischen dem 26. Juli und dem 2. September konnte jeder unter www.sielmann-stiftung.de/naturwunder seine Stimme abgeben. Der Wettbewerb sollte auf die Gefährdung der biologischen Vielfalt und die Bedeutung von Schutzgebieten für den Erhalt der Natur aufmerksam machen.