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Vogelgrippe wieder in Deutschland: Maßnahmen zum Schutz von Wildvögeln und Hausgeflügel

14.11.2016 - Nach dem aktuellen Fund zahlreicher toter Wasservögel in Ungarn, Polen, Österreich und der Schweiz haben Wissenschaftler als Verursacher das Vogelgrippevirus H5N8 nachweisen können. Auch in Deutschland wurde am 8. November der Erreger bei verendeten Wasservögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Weitere betroffene Gebiete liegen, soweit derzeit bekannt, am Bodensee und in Mecklenburg-Vorpommern.

Übertragung auf den Menschen unwahrscheinlich
Nach Aussagen von Wissenschaftlern besteht kein erhöhtes Risiko für die Allgemeinbevölkerung. Ein Fall der Übertragung des Virus H5N8 auf den Menschen ist bisher nicht bekannt und gilt als unwahrscheinlich. Für Hausgeflügel insbesondere in Massentierhaltung ist es dagegen ein Erreger mit hoher Ansteckungsgefahr.

Als Quelle bzw. Verbreiter der Vogelgrippe muss deshalb nach Auffassung der Heinz Sielmann Stiftung die Massentierhaltung von und der internationale Handel mit Vögeln kritisch unter die Lupe genommen werden.

Wildvögel und Hausgeflügel trennen
Die Heinz Sielmann Stiftung empfiehlt, zum Schutz aller Vögel so strikt wie möglich die Übertragungswege zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel zu kappen und den Kontakt zwischen gesunden und möglicherweise erkrankten Tieren zu vermeiden. Dazu dient die so genannte Aufstallung, besonders in der Nähe großer Wildvogelrast- und –sammelplätze. Hausgeflügel sollte in betroffenen Gebieten im Stall bleiben. Selbst natürliche Gewässer wie Bäche, Seen o.ä. können für Hausgeflügel ein Ansteckungsherd sein.
Menschen, die einen toten Wildvogel finden, sollten ihn keinesfalls berühren, sondern an die nächste Veterinärbehörde melden.

Risikoeinschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (9.11.2016) pdf