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Von William-Christ bis Schweizerhose im Birnensortenerhaltungsgarten Unterer Frickhof

William-Christ-Birnen kennt zumindest vom Namen her fast jeder, aber wie schmeckt eine Schweizerhose? Diese und viele weitere alte Sorten werden auf dem Unteren Frickhof angepflanzt. Der Naturschutzbeauftrage des Bodenseekreises Thomas Hepperle führt am Mittwoch, 23. September durch den Birnensortenerhaltungsgarten.

Alte Birnensorte Schweizer Hose im Birnensortenerhaltungsgarten in Billafingen.
Sindy Bublitz Alte Birnensorte Schweizer Hose im Birnensortenerhaltungsgarten in Billafingen.
Der Birnensortengarten des Unteren Frickhof liegt hinter dem Heinz Sielmann Weiher in Billafingen.
Sindy Bublitz Der Birnensortengarten des Unteren Frickhof liegt hinter dem Heinz Sielmann Weiher in Billafingen.

Führung durch den Birnensortenerhaltungsgarten

Wer wissen möchte, wie eine Schweizerhose oder auch andere alte Birnensorten schmecken, sollte die Führung am Mittwoch, den 23. September um 16:30 Uhr nicht verpassen. Dort wird auch erklärt, warum wir diese alten Sorten überhaupt erhalten sollten. Thomas Hepperle, Naturschutzbeauftragter des Bodenseekreises, führt durch den Obstgarten. Er kennt jede Menge spannende Geschichten und Anekdoten über die alten, besonderen Birnensorten.

Treffpunkt ist der Sportplatz in Billafingen, Ortsteil von Owingen. Von dort aus läuft man nicht einmal zehn Minuten bis zum Birnensortenerhaltungsgartens. Viele historische Birnensorten sind vom Aussterben bedroht. Im Sortenerhaltungsgarten werden sie gesammelt und kultiviert, um sie zu bewahren.

Die Veranstaltung findet ausschließlich im Freien statt, sodass jederzeit ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern möglich sein wird. Die Teilnahmegebühr von 4 € pro Erwachsenen sollte möglichst passend in bar vor Ort gezahlt werden, für Kinder und Jugendliche ist die Teilnahme kostenlos.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis Freitag, 18.09.2020 unter bodensee(at)sielmann-stiftung.de oder telefonisch: 07551/9496193.

 

Hintergrund

Erhalt der seltenen Birnensorten durch Kooperation

Auch Kulturpflanzen und Nutztiere sind Teil der biologischen Vielfalt, die die Heinz Sielmann Stiftung bewahren möchte. Die Fläche auf der die Birnbäume stehen, gehört dem Land Baden-Württemberg. Viele der alten Birnensorten wurden durch die Heinz Sielmann Stiftung gepflanzt. So können insgesamt etwa 400 Birnensorten auf dem Unteren Frickhof erhalten werden. Der Erhalt von Erbgut in dieser Genbank bildet die Grundlage für die Züchtung neuer Sorten, die Wertschöpfung und Artenvielfalt bringen. Der Sortenerhalt bedeutet außerdem Bewahrung von bäuerlichem Kulturgut – Sortennamen sind häufig bodenständige, alemannische Wortschöpfungen wie beispielsweise die Birnensorte Gälmöschtler (Gelbmöstler). Der Birnensortenerhaltungsgarten ist ein Baustein von Sielmanns Biotopverbund Bodensee, der seit 2004 durch die Stiftung aufgebaut wird. Er liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Heinz-Sielmann-Weiher in Billafingen, dem ältesten Baustein des Biotopverbunds.