„Warum sterben die Bienen?“ von Christoph Würzburger erhält Heinz Sielmann Filmpreis 2015

Eckernförde/Duderstadt – Die Dokumentation „Warum sterben die Bienen?“ von Regisseur Christoph Würzburger erhält im Rahmen des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde den mit 5.000 Euro dotierten Heinz Sielmann Filmpreis 2015.

 

 

Seit Jahren sterben die Bienen. Die europäische Sterberate liegt bei durchschnittlich 20 %, in Deutschland sogar höher. Ein Drittel unserer Nahrung gäbe es nicht ohne Bienen. Ihre Bestäubung ist in Europa 23 Milliarden Euro wert – ihr Nutzen für Ökosysteme unschätzbar. Doch es gibt Zweifler, die das Bienensterben in Frage stellen. Christoph Würzburger untersucht die faszinierende Welt der Bienen und Imker. Großartig fotografiert fragt der Film, was die Welt der Bienen seit Jahren bedroht und wer Schuld ist.

„SWR ‚betrifft‘-Autor Christoph Würzburger unternimmt eine Reise in die faszinierende Welt der Bienen“, so Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. „Er recherchiert bei Imkern, Chemiekonzernen, Landwirten und Wissenschaftlern.“ Durch seinen Film gelänge es ihm in beeindruckender Weise, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

Für die Heinz Sielmann Stiftung gehören die Themen „Artensterben“ und „Förderung der biologischen Vielfalt“ unmittelbar zum Projektalltag: In den Sielmanns Naturlandschaften und Biotopverbünden schafft die Stiftung Lebens- und Überlebensräume für seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

So entsteht z.B. in der Döberitzer Heide die Wildnis von morgen, besiedelt von Wisenten und Przewalski-Pferden. In den unzugänglichen Erlensümpfen der Naturlandschaft Groß Schauener Seen gedeihen seltene Farne und andere Pflanzen, leben im Schutz der Verborgenheit Reptilien, Amphibien und Vögel. Im Biotopverbund Bodensee entsteht ein Netz neuer Feuchtgebiete, in das schon nach wenigen Jahren viele Tier- und Pflanzenarten zurückgekehrt sind.

Die filmische Auseinandersetzung mit dem wichtigen Thema „Bienensterben“ ist Anlass für die Stiftung, Autor und Regisseur Christoph Würzburger mit dem Heinz Sielmann Filmpreis 2015 auszuzeichnen.  

Der mit 5.000 Euro dotierte Heinz Sielmann Filmpreis wird bereits zum achten Mal beim Green Screen Naturfilmfestival vergeben.  

Das Internationale Naturfilmfestival Green Screen findet vom 10. bis zum 14. September 2015 statt.  

Informationen zum prämierten Film:

Warum sterben die Bienen?
Deutschland, 2014, (44 Min.)
Sprache: deutsch
ab 12 Jahren
Regisseur: Christoph Würzburger
Autor: Christoph Würzburger
Kamera: Ralf Gemmecke
Schnitt: Alex Jung
Ton: Sounddesign: Detlev Schmelzenbach
Musik: n.n.
Sprecher: Bernt Hahn
Redaktion: Thomas Michel

Weitere Informationen zum Internationalen Naturfilmfestival Green Screen unter: www.greenscreen-festival.de

Heinz Sielmann Stiftung: Engagement im Naturfilm fördern  

Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich stark im Bereich der Förderung des Naturfilms und des filmischen Nachwuchses ein. Neben dem Engagement im Rahmen des Internationalen Naturfilmfestivals Green Screen unterstützt die Stiftung mit dem Jugendfilmpreis CAMäleon beim Darßer Naturfilmfestival und dem Kinder- und Jugendfilmpreis der Ökofilmtour in Potsdam, der ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert ist, junge und professionelle Naturfilmer und knüpft damit unmittelbar an das filmische Lebenswerk des Stiftungsgründers Heinz Sielmann an. Weitere Förderungen erhalten das Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ für den besten Beitrag zum Thema Umwelt und Natur sowie das Green Me Festival in Berlin beim Kinderfilmpreis.  

Auf dem Darßer Festival bietet die Stiftung den jungen Preisträgern und Nominierten darüber hinaus einen Workshop mit professionellen Filmemachern des Naturfilms am Festivalwochenende an. Die Stiftung fördert auch an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg langjährig ein Filmprojekt zur Sukzessionsentwicklung in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.  

Aus all diesen Initiativen erwartet die Stiftung eine Community junger Naturfilmer, mit der sie an verschiedenen Filmprojekten arbeiten kann und die sie auf dem Weg zur Professionalität über einen längeren Zeitraum begleiten und unterstützen kann.