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Wolfsfamilie on Tour in Wanninchen

Bergbaufolglandschaften sind Rückzugsräume. Projektleiter Ralf Donat konnte auch in diesem Jahr Jungwölfe in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen nachweisen: Mindestens sechs tappten in eine Fotofalle.

Foto: hkuchera, stock.adobe.com

Sechs Wölfe streifen durch Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen in der Niederlausitz.

Projektleiter Ralf Donat kontrolliert regelmäßig, wo die Wölfe unterwegs sind. Foto: E. Eichler

Spurensuche im Sand. Foto: E. Eichler

Seit 2007 liegen offizielle Belege vor, dass Wölfe durch die Bergbaufolgelandschaft streifen. Immer wieder kam es zu Einzelbeobachtungen durchziehender Wölfe. 2013 gab es den ersten Nachweis von Welpen in der Region. Die Wölfe hatten sich niedergelassen und eine Familie gegründet. Seitdem ist in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen mindestens ein Rudel ansässig. 

Zur Zeit nutzen zwei Wolfsfamilien die Bergbaufolgelandschaft als Revier. Experten gehen davon aus, dass das Revier eines Rudels etwa 25.000 Hektar groß sein muss. Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen ist ein idealer Rückzugsort für Wölfe. Viele Flächen sind noch nicht bergrechtlich saniert und es besteht ein strenges Betretungs- und Nutzungsverbot. Auch Rehe und Hirsche ziehen sich gern in das Gebiet zurück. Wölfe finden hier also ausreichend Nahrung. Das ist ein Grund dafür, dass es wenige Konflikte mit Nutztierhaltern gibt. Außerdem haben die Schäfer mit Fördermitteln Elektrozäune und Herdenschutzhunde anschaffen können, um die Nutztiere zu schützen. 

Auch das ortstreue Rudel bietet den Nutztieren Schutz –  so paradox es klingt. Die Tiere haben gelernt, dass es sich  nicht lohnt, die Schafe anzugreifen. Durchziehende Wölfe, denen dieses Wissen fehlt, werden rigoros von dem ansässigen Rudel vertrieben. 

Erfahren Sie mehr: So steht die Heinz Sielmann Stiftung zum Thema Wolf