Was ist der digitale Nachlass?

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Wer mit seinem letzten Willen Spuren hinterlassen und Bleibendes schaffen möchte, kann (muss) ein Testament verfassen. Ansonsten gilt die gesetzliche Erbfolge bzw. ohne Erben bekommt der Staat das Hab und Gut. Seriöse Erben bieten Begleitung bei Fragen und Wünschen und auch Hilfe zum Beispiel bei der Testamentsformulierung. Diesen wichtigen Punkt für die Zukunft geregelt zu haben, erleichtert und macht zufrieden, so ist unsere Erfahrung bei der Begleitung.

Der Erbe hat später einmal den Nachlass zu ordnen, zu verwalten und abzuwickeln. Verträge müssen gekündigt, Wohnung, Haus und Hof beispielsweise gesichert werden. Doch wo findet man all die hierzu notwendigen Informationen?

In Zeiten zunehmender Digitalisierung ist es nicht mehr nur der gute alte Aktenordner. E-Mails habe heutzutage Schlüsselfunktionen. Rechnungen oder Verträge müssen ausfindig gemacht werden und immer öfter bekommt man nur im digitalen Nachlass als Erbe Zugriff auf diese Unterlagen. 

Ein Urteil des Bundesgerichtshofes vom 12.7.2018 (Az. III ZR 183/17) stellte nun klar, dass der sogenannte digitale Nachlass wie alles andere im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Erben übergeht und nicht in der digitalen Verwaltung der Internetunternehmen bleibt (wie von diesen in der Vergangenheit eingefordert). Es bedeutet, dass die Erben – wie auch bisher im analogen Bereich – eine große Verantwortung haben. Persönliche Daten und Dokumente sollen nicht in andere Hände geraten, als in diejenigen, denen man Vertrauen geschenkt hat.

Gemeinnützige Erben wie die Heinz Sielmann Stiftung haben künftig einen Anspruch gegenüber den Vertragspartnern darauf, auch digitale Inhalte zu sichten – es ist nun durch das Urteil klar Eigentum des Erben geworden. Mögliches Guthaben oder laufende Verträge kann der Erbe nur so einsehen und Profile/Konten schließen. Somit wird klar, für den digitalen Nachlass gilt, wie für einen physischen Ordner, ihn kenntlich zu machen beziehungsweise ihn so zu hinterlegen, dass der Erbe ihn findet und weiß, wie man ihn erreichen und öffnen kann.

Zu empfehlen ist, dass die Erblasserin oder der Erblasser Listen über wesentliche Internetaktivitäten und Passwörter (gut verschlüsselt und versteckt) so hinterlegen, dass der Erbe sie nach dem Tod auffinden kann. Wer also auch sein digitales Erbe gesichert wissen will, kann Vorkehrungen treffen.

Gern beraten wir zum Thema und geben auf Wunsch eine Erb-Informationsbroschüre an die Hand. Darin sind die wichtigsten Themen rund um Erbe, Zukunftsgestaltung und die Wirkung von Testamentsspenden beschrieben. Helfen auch Sie, bedrohte Tierarten und Lebensräume für nachfolgende Generationen zu schützen und den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen! Mit Ihrem Testament zu Gunsten der gemeinnützigen Heinz Sielmann Stiftung.

Jetzt kostenfreie Info-Broschüre anfordern

Ihr Ansprechpartner für die Themen Nachlassmanagement und Vererben:

Ralf H. Weelink

Unter den Kiefern 9
14641 Wustermark / OT Elstal

Telefon: 05527 914-419
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