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Natürlich Gärtnern im Mai: Die Erdbeerzeit startet!

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Der Mai bringt mit den Eisheiligen einen Wendepunkt in das Gartenjahr. Laut Bauernkalender sind die frostigen Nächte zum 15. Mai vorbei. Freuen Sie sich mit jungen Kräutern und Salaten auf die erste Ernte des Jahres. Ansonsten gibt es viel zu tun: Die Erdbeerzeit startet und das Saatgut muss ausgebracht werden. Nehmen Sie sich bei aller Arbeit jedoch auch Zeit, Ihr grünes Paradies zu genießen. Mit viel Glück können Sie sogar verschiedene Tierkinder im Garten begrüßen.

Im Mai gibt es für den Gärtner viel zu tun. Packen Sie's an!


Vorgezogene Pflanzen dürfen jetzt ins Freie

Tomaten setzen Sie erst nach den Eisheiligen ins Freiland aus, wenn sich der Boden auf 15 °C erwärmt hat. Besonders reich fällt die Ernte aus, wenn Sie Anfang Mai Kompost in die gelockerte Erde einarbeiten. Geben Sie direkt beim Pflanzen noch einmal Kompost in das Loch und gießen Sie die im Abstand von mindestens 50 cm gesetzten Tomaten ordentlich an. Buschbohnen und Stangenbohnen werden jetzt erst gesät. Wenn Sie zwischen den Reihen Bohnenkraut anpflanzen, haben Sie nicht nur einen hervorragenden Schutz gegen Blattläuse, sondern auch ein delikates Würzmittel für Bohnengerichte. Die restlichen Pflanzen, die Sie auf der Fensterbank und im Gewächshaus vorgezogen haben, dürfen nun alle ins Freiland.

Ende Mai können die meisten Gemüsearten direkt ins Beet ausgesät werden. Möhren, Radieschen und Salate säen Sie am besten alle zwei Wochen aus, damit Ihr Lieblingsgemüse immer erntefrisch ist. Radieschen wachsen in einem rasanten Tempo und eignen sich daher hervorragend, um Erntelücken zu schließen. Gemeinsam mit Spinat und Salat sind sie zudem ein starkes Trio gegen Erdflöhe. Vergessen Sie nicht, Ihre Reihensaaten regelmäßig auszudünnen, damit die Pflanzen Platz für eine optimale Entwicklung haben. Rosenkohl und Lauch setzen Sie im Mai für eine reiche Winterernte aus. Achtung: Wechseln Sie bei Kohlsorten jährlich den Standort, um Krankheiten zu vermeiden.

Im Mai beginnt die Erdbeerzeit

Bei jungen Obstbäumen müssen Sie zeitig die steil wachsenden Seitentriebe herunterbinden, um die Fruchtholzbildung zu unterstützen. Wildobst wie die Felsenbirne schneiden Sie erst nach der Blütezeit zurück. Um den natürlichen Wuchs zu bewahren, sollten Sie die Bäume nur sparsam auslichten. Eine bessere Fruchtqualität bei Zwetschgen und Pflaumen erreichen Sie, wenn Sie im Mai einen Teil der kleinen Früchte entfernen. Pro Meter Fruchtholz sollten maximal 30 Pflaumen am Baum bleiben. Himbeeren und Johannisbeeren müssen gemulcht werden.

Im Mai fällt zudem der Startschuss für die Erdbeerzeit. Frühe Sorte oder Monatserdbeeren tragen die ersten Früchte. Pflücken Sie die Früchte am Stiel, damit der Saft nicht austritt. Die Früchte sollten während der Wachstumsphase den Boden nicht berühren. Sonst drohen Grauschimmel und Fäulnis. Beugen Sie am besten mit einer dicken Strohschicht unter den Pflanzen vor, die gleichzeitig Unkraut fern und den Boden feucht hält. Nehmen Sie Unkraut gelassen: So manches Wildkraut macht sich köstlich im Salat und aus Ackerschachtelhalm können Sie einen Sud herstellen, der Ihre Pflanzen stärkt und gegen Befall durch Blattläuse oder Mehltau schützt.

Die Brutzeit ist in vollem Gange

„Wir können nur schützen, was wir kennen“, sagte einst Heinz Sielmann. Der berühmte Tierfilmer begeisterte sich schon in seiner Jugend für heimische Singvögel und ihren Schutz. Heute führt die Heinz Sielmann Stiftung sein Werk fort. Wenn Sie in den letzten Monaten genug Nistgelegenheiten in Ihrem Garten geschaffen haben, finden sich zur Brutzeit reichlich gefiederte Gäste ein. Neben Amseln können Sie zum Beispiel Finken, Stieglitz und Gierlitz, Kleiber, Hausrotschwanz sowie Stare und vielleicht sogar einen Buntspecht während der Brutzeit beobachten. Kohlmeisen sind Höhlenbrüter und nehmen Nistkästen gerne an. Sie fangen unzählige Insekten um ihre Küken zu füttern. Daher sind sie gern gesehen Gäste im naturnahen Garten, denn auch Läuse, Raupen oder Rüsselkäfer stehen auf ihrem Speiseplan.

Doch nicht nur bei den Vögeln stellt sich im Mai Nachwuchs ein. Bei den Igeln beginnt im Wonnemonat die Paarungszeit und Ringelnattern finden sich zu Knäueln zusammen. Befindet sich Ihr Grundstück in Waldnähe, stoßen Sie im hohen Gras vielleicht sogar auf ein Rehkitz. Die Jungtiere ganz alleine auf der Wiese zu lassen, ist ein spezieller Schutz vor Feinden. Denn täglich kommen die weiblichen Rehe nur für etwa 35 Minuten vorbei, um ihre Tierkinder zu säugen. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn Sie einen Hund haben, und vermeiden Sie es, um diese Jahreszeit das Gras zu mähen.