Heinz Sielmann (9): Reise in die Antarktis - ein weiterer Wunsch erfüllt sich

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Auf seinen „Expeditionen ins Tierreich” reiste Heinz Sielmann um die ganze Welt. Auf fünf Kontinenten filmte er atemberaubende Bilder von der Tierwelt. Der Traum von einer Reise auf den sechsten Kontinent – die Antarktis – erfüllte sich ihm erst im Jahr 1988, als er sich mit dem Spezialschiff „World Discoverer“ auf den Weg in das raue, aber faszinierende Tierparadies macht.

Heinz Sielmann auf Tuchfühlung mit einem Königspinguin in der Aantarktis

Heinz Sielmann auf Tuchfühlung mit einem Königspinguin in der Antarktis.

Mit ihren 14 Millionen Quadratkilometern ist die Antarktis anderthalb Mal so groß wie Europa. Heinz Sielmann ist vom kältesten und gebirgigsten Kontinent der Erde begeistert. Das Meer, das diese gewaltige Eiswüste umspült, gehört zu den lebensreichsten Gewässern der Erde. Die wenigen Menschen hier leben in wissenschaftlichen Forschungsstützpunkten und sind auf moderne Technik angewiesen, sonst wäre ein Überleben in dieser unwirtlichen Gegend kaum möglich.

Faszination der großen Tiere

Auf der abenteuerlichen Reise beobachtet Heinz Sielmann immer wieder Albatrosse, die das Schiff begleiten. Diese größten gefiederten Segelflieger leben in den stürmischen Bereichen in antarktischer Nähe. Dort ziehen sie – von Stürmen getragen – bis zu 350 Kilometer pro Tag über das Meer.

Die subantarktischen Inseln sind die Heimat der mächtigen See-Elefanten, der größten Robben der Welt. Heinz Sielmann beobachtet, dass die See-Elefanten im Wasser sehr geschickt sind, an Land dagegen fällt es den bis zu sechs Meter langen und 3,5 Tonnen schweren Tieren nicht leicht, sich vorwärts zu bewegen. Die Weibchen sind zwar etwas kleiner, doch auch sie schleppen ein beträchtliches Gewicht mit sich. So ist es kein Wunder, dass sich See-Elefanten am liebsten „schwerelos“ im Wasser treiben lassen. Das Gebiss der See-Elefantenkühe sieht mächtig und gefährlich aus, aber die Weibchen leben sehr friedlich im Harem zusammen. Konkurrenz unter ihnen gibt es nicht.

Heinz Sielmann erfasste ein unbeschreibliches Glücksgefühl, als er auf seiner Reise einmal den massigen Körper eines der wenigen verbliebenen Wale aus dem Wasser ragen sah. Die Bestände der Wale sind in der Antarktis, wo es einst riesige Bestände gab, durch grausame Fangmethoden stark zurückgegangen. Sielmann bringt von seiner Antarktisreise viele unvergessliche Eindrücke mit nach Haus.

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