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Unterwegs in den Naturparadiesen Spaniens - Teil 1: Doñana Nationalpark

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Flächen von schier unglaublicher Weite, Vielfalt und Schönheit eröffnen sich Naturliebhabern in der Doñana. Regelmäßig überschwemmte Flächen bleiben baum- und strauchfrei, mit zunehmender Höhe vom Meeresspiegel entwickeln sich Strauchlandschaften, feuchteliebende Bruchwälder, naturnahe Korkeichenwälder und Pinienbestände...

Regelmäßig überschwemmte Flächen bleiben baum- und strauchfrei. Foto: Roberto Cabo

Mit zunehmender Höhe vom Meeresspiegel entwickeln sich Strauchlandschaften...

...bis hin zu feuchteliebenden Bruchwäldern, naturnahen Korkeichenwäldern und Pinienbeständen.

Der Nationalpark Doñana ist ca. 500 km2 groß und von einem Naturpark als Pufferzone umgeben. Ein Gebiet, das je nach Höhenlage durch den Fluss Guadalquivir, Winter-Niederschläge, riesige baum- und strauchfreie regelmäßig überflutete Flächen sowie Bereiche mit Strauch- und Baumvegetation (Korkeichen, Pinien) geprägt ist.

Vom Ozean aus bauen sich immer wieder gewaltige Dünen auf, die binnenwärts ziehen und dabei die Kiefernbestände regelrecht überrollen. Die sog. „Marismas“, Flachwasserbereiche bei El Rocío, sind für zahlreiche Vogelarten wie Flamingo, Reiher, Stelzenläufer oder Rohrsänger, aber auch Amphibien ein idealer Lebensraum.

Sehr herauszuheben ist aber das Vorkommen des Pardelluchses (Lynx pardinus), auch Iberischer Luchs genannt. Er ist deutlich kleiner als der in Deutschland heimische Europäische Luchs und lebendiger gefärbt. Er ist eine der weltweit am stärksten bedrohten Tierarten und kommt nur auf der Iberischen Halbinsel mit einem Schwerpunkt im Doñana-Nationalpark vor.

Um den Pardel­luchs in seinem Bestand zu erhalten, kümmert sich der Mensch um die Landschafts­entwicklung. Dazu werden in der Doñana zum Beispiel auf Teilflächen Pinien gerodet. So bekommt der Boden mehr Licht und Gräser sprießen, welche Kaninchen, die Hauptbeute des Pardel­luchses, als Nahrungsquelle benötigen.

Auch die großen Herden halbwilder Pflanzenfresser (Wildpferde, Rinder und Schafe) sind ein wertvolles Relikt einer alten Kulturlandschaft. In der Doñana werden diese vorbildlich erhalten. Die entstehenden Landschaftsbilder sind in ihrer Weite und Diversität einmalig und als Lebensräume für zahlreiche gefährdete Arten von unersetzlichem Wert.

Dr. Heiko Schumacher leitet den Bereich Biodiversität der Heinz Sielmann Stiftung und begleitete eine 7-tägige Spenderreise zu den Naturparadiesen in Südspanien, einem exklusiven Angebot von LandLust Reisen und der Heinz Sielmann Stiftung. Der deutsch-spanische Reiseleiter Roberto Cabo (links im Bild) führte die 18-köpfige Reisegruppe eine Woche durch den Doñana Nationalpark und die Extremadura.

Weitere Reiseangebote finden Sie hier:
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Alle Fotos (sofern nicht anders angegeben): Dr. Heiko Schumacher

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