Filmbeiträge können jetzt eingereicht werden Aufruf zur Ökofilmtour 2019

Filmemacher, Produzenten, TV-Journalisten, Autoren und Redakteure können sich ab sofort beim Veranstalter für das 14. Festival des Umwelt- und Naturfilms bewerben. Rund 40 Filme sollen für den Wettbewerb und als Tourneeprogramm nominiert werden. Die Ökofilmtour wird von Januar bis April 2019 in über 60 Spielorten Brandenburgs zu Gast sein.

Es dürfen Filme ab dem Produktionsdatum bzw. Kinostart 2017 auf DVD eingereicht werden. Bei Filmen im Kinoverleih gilt der Kinostart 2017. Bis zum Jahresende teilen wir die Nominierungen mit.

Einsendeschluss: 30. September 2018

Heinz Sielmann Stiftung unterstützt 13. Ökofilmtour Preisverleihung und Festivalabschluss

Zur Abschluss­veran­staltung des längsten deutschen Film­festivals wurden ins­gesamt fünf Preise an heraus­ragende Naturfilme vergeben. Zum Wettbewerb wurden 40 deutsch­sprachige Fernseh- und Kinofilme, sowie 17 Kurzfilme ausgewählt.

Die Jury­be­gründungen zu den Gewinner­filmen zeigten einmal mehr, wie gut sich das Medium Film dazu eignet, Natur- und Nachhaltigkeits­themen in die Gesell­schaft zu tragen. Darauf wies die ehemalige niedersächsische Umweltministern und Sprecherin der Festival-Jury, Dr. Monika Griefahn deutlich hin. Die Politikerin und Mitbegründerin von Greenpeace Deutschland, erinnerte in einer eindringlichen Rede an die Verantwortung der Politik für eine nachhaltige Entwicklung. Sie appellierte an die Bundesregierung sich endlich mutig und konsequent für eine gesunde Umwelt und effektiven Naturschutz einzusetzen. Der Regierung stünden auch auf europäischer Ebene zahlreiche demokratische Werkzeuge zur Verfügung um einen Wandel in der EU-Umwelt- und Agrarpolitik umzusetzen.

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Der Journalist und Moderator Alfred Eichhorn führte mit Leichtigkeit durch den Abend. Mit gut recherchierten Fragen entlockte er Jurymitgliedern, Preisstiftern und Filmschaffenden Interessantes über Ihre Arbeit und ihre Beziehung zum Ökofilmfestival. So erfrischte der kurzweilige Wechsel zwischen kurzen Interviews, Preisvergabe und Filmausschnitten das Publikum.

Jazz-Legende Günther Fischer brachte seine Band und Tochter Laura mit, um das Programm stimmungsvoll zu umranden. Bekannt wurde Fischer unter anderem mit dem Soundtrack für Marlene Dietrichs letzten Film „Just a Gigolo“. Ab 1980 schrieb er unter anderem Filmmusiken für Hollywoodproduktionen und DEFA-Filme. 

Eingereichte Filmproduktionen konnten unter anderem den mit 5.000 Euro dotierten Kinder- und Jugend-Filmpreis der Heinz Sielmann Stiftung gewinnen. Seit 2014 unterstützt die Stiftung das Filmfestival. 

Mit der Förderung des Naturfilms knüpft die Heinz Sielmann Stiftung an das filmische Schaffen ihres Stifters an. Der berühmte Tierfilmer Heinz Sielmann wollte mit seinen Filmen die Liebe zur Natur und Umwelt fördern und besonders junge Menschen für den Naturschutz sensibilisieren.

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Freddie Röckenhaus und Petra Höfer (†) erhalten den Heinz Sielmann Filmpreis für "Unsere Wälder" Bester Kinder- und Jugendfilm der Ökofilmtour 2018

Unsere Wälder
Autor: Petra Höfer (†), Freddie Röckenhaus
Kamera: Tobias Kaufmann, Marc Hennicke, Peter Thompson
Produktion: colourField Dortmund für die ZDF-Reihe "Terra X", 2017

Der Film gewährt erstmals Einblicke in das verblüffende "Wood Wide Web". Denn Bäume sind keine stillen Giganten, sondern kommunizieren in einem komplizierten Netzwerk miteinander und mit anderen Lebenwesen des Waldes. Bis 2027 ist der dreiteilige Film in der ZDF-Mediathek abrufbar.

Unsere Wälder - Die Sprache der Bäume (Teil 1) online ansehen:

Video: TerraX, YouTube

Für dieses Werk erhielten die im vergangenen Jahr überraschend verstorbene Journalistin Petra Höfer und ihr Kollege und Ehemann Freddie Röckenhaus, beide Produzenten vieler preisgekrönter Dokumentationen, den mit 5.000 Euro dotierten Heinz Sielmann Filmpreis.

Begründung der Jury:
Der großartige Film "Unsere Wälder" zeigt, wie lebhaft die Geschöpfe des Waldes übers "Wood-Wide-Web" miteinander plaudern, um sich gegenseitig das Leben zu erleichtern. Mitteilungen wandern dank der Pilze unterirdisch durch den Waldboden. Durch die Waldluft schweben Nachrichten, denn auch Blätter atmen Substanzen aus, die Nachbarn vor Gefahren warnen. Das Flüstern und Flirren im Wald wird in tollen Animationen sichtbar, aus neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsteht so ein bildstarkes Waldporträt. Wälder, daran erinnert der gescheite Kommentar, erzeugten einst die Luft zum Atmen. Unsere Zukunft hängt also auch davon ab, wie wir unsere engsten Verbündeten gegen den Klimawandel behandeln. Tier und Mensch, vor allem junge Leute, die noch lange leben werden, brauchen weiterhin Atemluft, Trinkwasser und Schönheit – all das schenkt ihnen der Wald, den sie von nun an mit anderen Augen erleben werden."

Das längste Filmfestival Deutschlands Ökofilmtour

Rund 200 ehrenamtliche Mitveranstalter verschiedener Umwelt- und Naturschutzvereine organisierten in mehr als 60 Orten Brandenburgs eine viermonatige Filmtournee von Januar bis April 2018. Bereits zum 13. Mal wurde die Ökofilmtour, das Festival des Umwelt- und Naturfilms, vom Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz e.V. ausgerichtet.

Thomas Bischoff
Bereichsleiter Kommunikation und Fundraising, Heinz Sielmann Stiftung
" Thomas Bischoff

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir die Filmemacher Freddie Röckenhaus und Petra Höfer (†) für den Dokumentarfilm „Unsere Wälder“ auszeichnen dürfen, denn der Film schafft es mit einzigartigen Bildern und Animationen, Zuschauer für die Bedeutung des Waldes zu begeistern.