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ArtenschutzNaturschutz

PARTRIDGE Rebhuhnschutz ohne Grenzen

Das Projekt PARTRIDGE will demonstrieren, dass es möglich ist, die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft um 30 Prozent zu erhöhen. Hierfür sind die Bestandszahlen des Rebhuhns, aufgrund der hohen Lebensraumansprüche dieser Art, ein wichtiger Indikator.
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • 11. 2020 - 07. 2023
  • Wilhelmsplatz 1 37073 Göttingen
    Niedersachsen
  • 25.000 Förderung
Rebhuhnschutz ohne Grenzen
© drakuliren | stock.adobe.com Rebhühner sind in Deutschland vielerorts regional bereits ausgestorben.

Um die Ziele zu erreichen, wurden im Landkreis Göttingen vier landwirtschaftlich genutzte Projektgebiete definiert. Zwei dieser Gebiete werden jeweils mit mindestens 7 Prozent der Fläche durch besonders effektive Naturschutzmaßnahmen aufgewertet, z.B. Blühstreifen. Diese haben bisher den höchsten Erfolg im Rebhuhnschutz gezeigt. Sie bieten mit Deckung, Nahrung (Insektenreichtum), sichere Nistplätze und alles, was Rebhühner zum Überleben brauchen und werden von den Vögeln ganzjährig genutzt.

Die anderen beiden Gebiete werden nicht verändert; sie dienen der Qualitätskontrolle der Umsetzungsmaßnahmen. In allen vier Gebieten werden die gleichen Kartierungen zur Biodiversität durchgeführt. Dafür werden Standards entwickelt, die anschließend auch für andere europäische Naturschutzprojekte nutzbar sind. Der Fokus der Kartierungen liegt auf Vögeln der Agrarlandschaft und insbesondere auf der Zielart Rebhuhn. Denn die Bestände des Rebhuhns haben seit den 1980er Jahren um 94 Prozent abgenommen. Es ist eine der von den Veränderungen in der Agrarlandschaft am stärksten betroffenen Arten. Zudem ist das Rebhuhn ein sehr guter Indikator für den Zustand von Agrar-Ökosystemen. Aufgrund der hohen Habitat-Ansprüche des Rebhuhns profitiert auch eine Vielzahl anderer Arten von den Schutzmaßnahmen.