Wahl zum Naturwunder 2012: Helgoland führt Countdown läuft noch bis zum 12. September

Duderstadt. Welcher ist Deutschlands faszinierendster Geotop? Beim vierten Wettbewerb zum schönsten Naturwunder der Republik stellen sich seit Juni 30 Geotope – Fenster zur Erdgeschichte – zur Wahl. An der Spitze der Beliebtheit steht derzeit die Hochsee-Insel Helgoland mit rund 24 Prozent der Stimmen, gefolgt von der Saarschleife bei Mettlach mit knapp 10 Prozent und dem Basaltkegel „Parkstein“ in der Oberpfalz mit knapp 7 Prozent der bislang rund 9000 Stimmen. Die Entscheidung über den Gewinner 2012 fällt am 12. September. Bis dahin können Naturfreunde ihrem Lieblingsgeotop auf der Website der Heinz Sielmann Stiftung per Mausklick ihre Stimme geben: www.sielmann-stiftung.de/naturwunder

Bizarre Höhlen, abstrakt anmutende Gesteinsformationen, urzeitliche Dinosaurierfährten und faszinierende Kraterlandschaften – Geotope umfassen natürliche oder vom Menschen geschaffene Gesteinsaufschlüsse, Böden, Mineralien und Fossilien und sind Zeugen einer unendlichen Geschichte des Werdens und Vergehens. Sie bieten zudem besondere Lebensbedingungen für daran angepasste, oft seltene und geschützte Tiere und Pflanzen.

Mit der vierten Naturwunder-Wahl will die Heinz Sielmann Stiftung gemeinsam mit den Partnern des Wettbewerbs wieder auf die weniger bekannten Naturparadiese vor der eigenen Haustür aufmerksam machen. Auch in den Urlaubsregionen Deutschlands soll so der Blick für die Schönheit und Schutzwürdigkeit der Natur geschärft werden. Die 30 Ausflugsziele befinden sich überwiegend in Nationalparks, Biosphärenreservaten und Naturparks – den Nationalen Naturlandschaften.

Neben den bekannten Ausflugszielen wie dem Nationalpark Jasmund auf Rügen mit seinen einzigartigen Kreidefelsen, dem Nationalpark Sächsische Schweiz mit seinem markanten Elbsandsteingebirge oder dem Naturpark Siebengebirge im Rheinland, der mit einer Vielzahl unterschiedlicher vulkanischer Gesteinsformen für sich wirbt, gibt es unter den Naturwunder-Kandidaten auch unbekannte Geotope zu entdecken: Der Naturpark Südschwarzwald wurde einst von mächtigen Gletschern bedeckt. Heute finden Naturliebhaber dort eine bis zu 180 Meter tiefe Schlucht, die Nebenarme von Rhein und Donau in den harten Fels gefräst haben. Faszinierend sind auch die Steinbrüche in den Rehburger Bergen in Niedersachsen, in denen Dinosaurierspuren heute als Naturdenkmal beeindrucken oder das bizarre Felsenmeer bei Hemer im Sauerland, eine komplexe Natur- und Kulturlandschaft, die durch Verkarstung von Kalksteinen entstanden ist.

Die Auswahl der Naturwunder erfolgte durch ausgewiesene Fachleute unter Beteiligung der Staatlichen Geologischen Dienste Deutschlands in den Bundesländern. Weitere Partner des Wettbewerbs sind EUROPARC Deutschland e.V., die Akademie für Geowissenschaften und Geotechnologien e.V., die Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften und der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V.

Der Countdown läuft – noch bis zum 12. September hat Ihr Lieblingsgeotop eine Chance. Stimmen Sie mit ab unter: www.sielmann-stiftung.de oder schicken Sie eine Postkarte an: Heinz Sielmann Stiftung, Stichwort „Naturwunder 2012“, Gut Herbigshagen, 37115 Duderstadt.

Unter allen registrierten Teilnehmern werden attraktive Preise verlost, darunter 60 Ölschiefer-Ammoniten und ein Jahresabonnement der Zeitschrift „Natur“. Hauptgewinn ist ein Wochenende für zwei Personen in einer geologisch interessanten Region Deutschlands. 

Fotos aller Geotope zum Download: www.sielmann-stiftung.de/_downloads/naturwunder/naturwunder-2012.zip

 

 

Spendenkonto Sparkasse Duderstadt
IBAN: DE62 2605 1260 0000 0003 23
BIC: NOLA DE 21 DUD