Bundeswehr plant Schießplatz in der Döberitzer Heide

Duderstadt / Elstal – Südlich von Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide nutzt die Bundeswehr einen etwa 600 Hektar großen Teil der Döberitzer Heide als Standortübungsplatz für Kraftfahrzeuge. Die Bundeswehr plant derzeit eine Sammelschießanlage auf dem weitläufigen Areal bei Krampnitz.

"Wir sehen den Umstand einer Sammelschießanlage als direkten Eingriff, der die Planungen der Stadt Potsdam und umliegender Gemeinden zum Wohnstandort sowie den Naturschutz der Heinz Sielmann Stiftung wesentlich stört", erläutert Michael Beier, Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Die Naturerlebbarkeit werde durch den Schießstand in jedem Fall stark beeinträchtigt. Zehn Jahre Naturschutzarbeit und 13 Millionen Euro an Spendengeldern könnten der Bundeswehr zum Opfer fallen.

"Wenn die Bundeswehr einen wesentlichen Eingriff in die Landschaft plant, wäre es sinnvoll, die direkten Nachbarn bei den Planungen mit einzubeziehen", so Michael Beier weiter. "Wir fordern ein öffentlich zugängliches Gutachten zum Natur- und Artenschutz für diesen Naturraum erster Güte vor den Toren Berlins und Potsdams."

Die Heinz Sielmann Stiftung hoffe, dass der bereits bestehende Schießstandort in Lehnin – rund 25 Kilometer von Potsdam entfernt – für die Erweiterungspläne der Bundeswehr zukünftig genutzt werde.