Forschung und Monitoring für den Naturschutz
Mit Forschung und Monitoring erfassen wir Veränderungen, prüfen den Erfolg unserer Naturschutzmaßnahmen und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für den Schutz der Natur.
Mit Forschung und Monitoring erfassen wir Veränderungen, prüfen den Erfolg unserer Naturschutzmaßnahmen und gewinnen wertvolle Erkenntnisse für den Schutz der Natur.
Um diese Frage beantworten zu können, erfassen wir im Rahmen des ökologischen Monitorings systematisch, welche Arten in bestimmten Lebensräumen vorkommen. Mit standardisierten Methoden sammeln wir vergleichbare Daten. Ziel ist es, die biologische Vielfalt auf unseren stiftungseigenen Flächen zu erfassen. So können wir die Wirkung unserer Maßnahmen dokumentieren und diese systematisch anpassen.
Um den Zustand der Natur möglichst genau und langfristig im Blick zu behalten, nutzen wir ganz unterschiedliche Methoden. Spinnen und Insekten werden beispielsweise mit Bodenfallen untersucht, Schmetterlinge mithilfe von Keschern oder Lichtfallen erfasst. Vögel lassen sich im Frühjahr anhand ihrer charakteristischen Rufe und Gesänge bestimmen, besonders heimliche oder nachtaktive Tiere mit Fotofallen beobachten. Auf großen Flächen unterstützen Drohnen mit Kameras und spezieller Sensorik unsere Fachleute bei der Erfassung der Landschaftsstruktur und der Zählung von Großtieren.
Damit die gewonnenen Daten zuverlässig und vergleichbar sind, setzen wir, wo immer möglich, auf standardisierte Methoden. Die Heinz Sielmann Stiftung nutzt beispielsweise die Standards des Dachverbands Deutscher Avifaunisten beim Vogelmonitoring. Schmetterlinge werden im Rahmen des Tagfaltermonitorings nach festgelegten Kriterien des Netzwerks Nationales Naturerbe erfasst.
Das Projektportfolio der Heinz Sielmann Stiftung in den Bereichen Naturschutz und Biodiversität ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Fachleute aus Forstwissenschaft, Biologie und weiteren Disziplinen entwickeln die Arbeit der Stiftung ständig weiter. Unterstützt werden sie dabei von zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen sowie Ehrenamtlichen. Durch die Kooperationen ergeben sich spannende Forschungsfelder. Der Erkenntnisgewinn wird dazu genutzt, die Wirksamkeit unserer Stiftungsarbeit stetig zu verbessern.
Die Heinz Sielmann Stiftung kooperiert regelmäßig mit verschiedenen Fachbereichen der Universität Göttingen: Im Sommer 2025 erfassten Studierende detaillierte Vegetationsaufnahmen auf dem ehemaligen Grenzstreifen bei Ecklingerode und untersuchten insbesondere die Ausbreitung ökologisch problematischer Arten wie Vielblättriger Lupine. An der Leine entstand eine Bachelorarbeit zu Fledermäusen. An der Nette wurden Tag- und Nachtfalter im Rahmen von Masterarbeiten kartiert. Derzeit entsteht außerdem eine Abschlussarbeit über Heuschrecken in der Nette-Aue sowie eine weitere über die Einflüsse von Beweidung auf die Vegetation am Grünen Band.
Die Universität Potsdam führte ein Heuschrecken-Monitoring durch. Dazu wurden mit einer digitalen Aufzeichnungsbox Geräusche der Heuschrecken in der Döberitzer Heide aufgenommen und die Arten mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) bestimmt. Außerdem beschäftigte sich eine Masterarbeit mit Grünlandvegetation auf den Flächen von Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen und eine weitere mit Faltern auf den extensiv beweideten Flächen in Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide.
Mit der AG Feldhamsterschutz Niedersachsen e. V. besteht eine enge fachliche Kooperation zum Schutz des Feldhamsters. Die Zusammenarbeit umfasst insbesondere den Austausch zu Vorkommen, Erfassungen und Schutzmaßnahmen sowie die gemeinsame Weiterentwicklung des Feldhamsterschutzes in der Hildesheimer Börde.
An der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen wird eine wissenschaftliche Arbeit zu den Biotopfaktoren für Amphibien in den Feuchtgewässern am Bodensee verfasst.
Die Universität Hildesheim forscht daran, wie wirksam unsere Maßnahmen zum Schutz der Moore in den Bergbaufolgelandschaften sind. Forschende erheben Klimadaten, hydrologische Daten und kartieren Tier- und Pflanzenarten.
Haben wir Ihr Interesse geweckt und Sie möchten gerne Teil unseres naturwissenschaftlichen Arbeitens werden? Dann wenden Sie sich gerne an uns!
Haben wir Ihr Interesse geweckt und möchten Sie unsere naturwissenschaftliche Arbeit unterstützen? Dann wenden Sie sich gerne an uns!
Ökologisches Monitoring
Zur Döberitzer Heide 9
14641 Wustermark / Elstal