Fledermäuse
Ob in Wäldern, Parks oder Dörfern – Fledermäuse sind vielerorts zu Hause, wenn sie ausreichend Nahrung und sichere Quartiere finden. Entdecken Sie ihre erstaunlichen Anpassungen an das Leben in der Nacht.
Ob in Wäldern, Parks oder Dörfern – Fledermäuse sind vielerorts zu Hause, wenn sie ausreichend Nahrung und sichere Quartiere finden. Entdecken Sie ihre erstaunlichen Anpassungen an das Leben in der Nacht.
Heimische Fledermäuse sind faszinierende Nachtschwärmer: als einzige aktiv fliegende Säugetiere auf der Welt sind sie in der Lage, sich im Dunkeln mittels Echoortung zu orientieren. Zum Überleben sind die Insektenvertilger auf vielfältige Jagdgebiete mit einer guten Nahrungsgrundlage sowie ausreichend Tagesquartiere angewiesen. Die Heinz Sielmann Stiftung unternimmt Maßnahmen zum Schutz der Fledermäuse und fördert Projekte, um mehr über Bestandszahlen zu erfahren.
alt können Fledermäuse maximal werden.
leben in Deutschland.
leben zusammen in einer Gruppe.
Tagsüber gut versteckt, nachts auf Beutezug: Fledermäuse haben erstaunliche Strategien entwickelt, um in ihrer Umgebung erfolgreich zu leben. Erfahren Sie mehr über ihre Quartiere, ihre Jagd und ihre besonderen Fähigkeiten.
Hauptsache versteckt und in Sicherheit lautet das Motto der Fledermaus, wenn es um die Quartiersuche geht. Jede Art bevorzugt dabei ihre eigene Art von Tagesquartier: eine aufgegebene Spechthöhle, eine Rindenspalte, eine Felsnische oder auch menschgemachte Behausungen wie Schlupflöcher hinter Fassaden oder Dachböden werden von einigen Arten gerne angenommen. Als Winterquartier werden meist Höhlen und Stollen genutzt – Hauptsache sie sind frostfrei.
Die Quartiere sind elementarer Bestandteil des Lebens der europäischen Fledermäuse. Hier werden in sogenannten Wochenstuben die Jungen großgezogen, teilweise sind sie als Liebesnester Ort der Paarung, und auch der Winterschlaf findet hier statt. Eine Störung der Quartiere, beispielsweise durch Gebäudesanierung oder das Fällen von Habitatbäumen mit Baumhöhlen zerstört somit einen Teil ihrer Lebensgrundlage. Umso wichtiger, dass die Heinz Sielmann Stiftung alte, unbenutzte Bunkeranlagen wie in den Sielmann Naturlandschaften Döberitzer Heide und Tangersdorfer Heide als Unterschlupf für Fledermausarten erhält.
Alle europäischen Fledermausarten ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen Gliedertieren wie Spinnen, Weberknechten oder Hundertfüßern. Da sie nur nachts fressen, halten sie Populationen von Nachtfaltern in Schach, zu denen Waldschädlinge gehören. So unterstützen Fledermäuse die Artenvielfalt und helfen, das Ökosystem im Gleichgewicht zu halten. Mit ihren nadelspitzen Eckzähnen durchbrechen Fledermäuse spielend leicht die Panzer von Insekten. Die Beute wird entweder durch ausgesendete Ultraschallrufe oder durch ihre Raschelgeräusche geortet. Viele Fledermausarten erbeuten ihre Nahrung im Flug, einige keschern sie jedoch regelrecht von der Vegetation ab. In einer einzigen Nacht müssen sie etwa ein Drittel ihres eigenen Körpergewichts zu sich nehmen.
Ob an Steinen oder Holz, überall können sie sich mit Hilfe ihrer kleinen Zehenkrallen festhalten. Nichtsdestotrotz bedarf es einiger Anpassungen, um über längere Zeiträume kopfüber zu hängen. Die Sehnen der Zehen rasten über Sehnensperren so ein, dass es keinerlei Muskelkraft bedarf kopfüber zu hängen. Weshalb sie das tun? In luftiger Höhe sind sie vor Fressfeinden geschützt und konkurrieren mit keinem anderen Tier um einen Schlafplatz.
Lernen Sie heimische Fledermausarten kennen und entdecken Sie ihre typischen Erkennungsmerkmale.