Wenn Gärten ihre ökologische Funktion verlieren
Gärten könnten wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen sein. Doch vielerorts dominieren Schotterflächen, kurz gemähte Rasen und versiegelte Bereiche. Heimische Blühpflanzen, wilde Ecken und strukturreiche Lebensräume verschwinden. Für Insekten, Vögel, Amphibien und Kleinsäuger bedeutet das: weniger Nahrung, weniger Nistplätze und weniger Rückzugsorte.
Zusätzlich belasten Pflanzenschutzmittel und andere Biozide die Artenvielfalt. Sie treffen nicht nur Schädlinge, sondern auch viele nützliche Insekten und Bodenorganismen. Mähroboter können insbesondere für nachtaktive Tiere wie Igel zur Gefahr werden. Gleichzeitig verschärft der Klimawandel die Situation: Längere Trockenperioden und zunehmende Hitze setzen Pflanzen und Tieren zu und lassen Wasserstellen austrocknen.
Gerade weil natürliche Lebensräume immer seltener werden, kommt naturnahen Gärten heute eine besondere Bedeutung zu. Jeder Garten, der Nahrung, Wasser und Rückzugsorte bietet, stärkt die Artenvielfalt und macht unsere Siedlungen lebenswerter.