Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide
Wildnisähnliches Naturparadies für Wisent, Wildpferd und Rothirsch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz vor den Toren Berlins
Wildnisähnliches Naturparadies für Wisent, Wildpferd und Rothirsch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz vor den Toren Berlins
Die Fläche des ehemaligen Truppenübungsplatzes in der Döberitzer Heide blieb weitgehend von intensiver Land- und Forstwirtschaft sowie Bebauung verschont.
Durch die frühere militärische Nutzung, wiederkehrende Brände und Bodenverwundungen konnte sich eine vielfältige Halboffenlandschaft entwickeln. Seltene Lebensräume wie Sanddünen, Heideflächen, Moore und Wälder bieten heute einer reichen Tier- und Pflanzenwelt wertvolle Lebensräume.
Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide umfasst rund 3.600 Hektar und ist in weiten Teilen Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000.
Die strukturreiche Landschaft spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt seltener Lebensräume wie trockener Heiden, Pfeifengraswiesen und Magerrasen. Damit ist sie ein wichtiger Baustein für Biodiversität, Klimaschutz und nachhaltige Landschaftspflege.
Die Heide ist geprägt von vielfältigen Offenlandlebensräumen: Trockenheiden, kalkreichen Sand- und Magerrasen sowie Pfeifengraswiesen wechseln sich mit Gehölzen und Feuchtbereichen ab.
Großherbivoren wie Wisente, Przewalski-Pferde und Rothirsche gestalten und erhalten diese naturnahen Flächen. Ergänzend sorgen extensiv gehaltene Aueroxen, Koniks, Galloway-Rinder, Wasserbüffel, Zwergzebus sowie Schafe und Ziegen dafür, dass die Landschaft offen bleibt und sich spezialisierte Arten ansiedeln können.
Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich in der Döberitzer Heide für den langfristigen Erhalt artenreicher Offenlandschaften ein. Ziel ist es, seltene Lebensraumtypen wie trockene europäische Heiden, bodensaure Eichenwälder auf Sand, kalkreiche Sandrasen, magere Flachland-Mähwiesen und Pfeifengraswiesen im Natura-2000-Netzwerk zu schützen und wiederherzustellen.
Mit Fördermitteln von EU, Bund, Land und Eigenmitteln übernimmt die Stiftung die fachgerechte Pflege und Entwicklung dieser Flächen. So werden Rückzugsräume für spezialisierte und störungsempfindliche Arten gesichert und die ökologische Funktion des Offenlandes als Biodiversitätsanker gestärkt.
Die Stiftung erhält das Offenland durch den Einsatz von Wisenten, Przewalski-Pferden und weiteren Weidetieren. Bei Bedarf werden Gehölze entfernt, um die offene Landschaftsstruktur zu bewahren und Lebensräume für spezialisierte Arten zu sichern.
In den kommenden Jahren stehen in der Döberitzer Heide weitere Schritte für die naturnahe Entwicklung der Landschaft an. Die Wilden Weiden in der Ringzone sollen ausgeweitet werden, um Offenlandlebensräume zu pflegen und zu erhalten. Gleichzeitig wird die Biotoppflege im Wald verstärkt durch den gezielten Einsatz von Tieren erfolgen, die natürliche Strukturen erhalten und die Artenvielfalt fördern.
Gebietsbetreuung Döberitzer, Tangersdorfer und Kyritz-Ruppiner Heide
Zur Döberitzer Heide 9
14641 Wustermark / Elstal