Fransenfledermaus im Flug vor Hauswand

Flederfreunde aus Stromberg-Heuchelberg

Ein ehrenamtliches Netzwerk erfasst Fledermäuse im Naturpark Stromberg-Heuchelberg neu und verbessert die Datenlage. Als Bioindikatoren zeigen sie die Qualität von Lebensräumen. Die "Flederfreunde" kartieren Bestände und sensibilisieren die Öffentlichkeit für den Schutz der Fledermäuse.

Fledermäuse sind auf intakte, vernetzte Lebensräume angewiesen – doch genau diese werden zunehmend seltener. Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg gibt es zwar grundsätzlich ein gutes Nahrungsangebot durch Laubwälder, extensiv genutzte Wiesen und Gewässer, dennoch gehen viele Quartiere und Lebensräume verloren. Ein engagiertes Netzwerk aus Ehrenamtlichen will Wissenslücken schließen und den Schutz dieser bedrohten Arten gezielt voranbringen.

Mehr als die Hälfte der in Baden-Württemberg vorkommenden Fledermausarten konnten bisher im Naturpark nachgewiesen werden - ein beachtlicher Wert. Allerdings sind die Daten lückenhaft und teilweise veraltet, eine aktuelle flächendeckende Kartierung fehlt. Gleichzeitig sind Fledermäuse mit ihrer hohen Mobilität und Spezialisierung ein idealer Bioindikator für die Qualität eines funktionierenden Biotopverbunds.

Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Datenlage innerhalb der Naturparkkulisse und gleichzeitig die langfristige Etablierung einer bürgerschaftlichen Expertengruppe „Flederfreunde“ für den Fledermausschutz. Durch den Einsatz moderner Technik ist es den „Federfreunden“ möglich, Fledermäuse in der Heimatgemeinde und Umgebung aufzuspüren, flächenscharf zu kartieren und damit die Datenlage entscheidend zu verbessern.

Fledermaus hängt kopfüber an einem schwarzen Material. Nahaufnahme.

Gleichzeitig erfahren sie, in welchen Lebensräumen welche Arten vorkommen und wo es Defizite gibt. Durch gezielte Schulungen lernen die Teilnehmer mehr über die Biologie und Schutzbedürftigkeit der Arten und können so den konkreten Biotopverbund auf ihrer Heimatgemarkung vorantreiben.

Darüber hinaus informieren die „Flederfreunde“ im Rahmen von öffentlichen Führungen, Exkursionen und Veranstaltungen über das Leben und die Gefährdung der Fledermäuse. Auf diese Weise wird eine breite Öffentlichkeit für den Schutz dieser faszinierenden Tiere sensibilisiert. Eine wissenschaftliche Evaluierung der erhobenen Daten durch Fachleute erhöht den naturschutzfachlichen Wert des Projektes und schafft eine fundierte Grundlage für zukünftige Maßnahmen im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.  

Aufnahme Stromberg Heuchelberg von schräg oben im Frühling.

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt dieses Projekt mit einer Förderung von 30.000 Euro im Zeitraum vom 17.03.2025 bis 31.12.2027.

Kontakt

Naturparkzentrum
Ehmetsklinge 1
74374 Zaberfeld
Tel.: +49 7046 / 884815

E-Mail: mail@naturpark-stromberg-heuchelberg.de

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Logo Naturpark Stromberg Heuchelberg. Grünes Eichenblatt mit Hand.