Kraniche, Braunkohletagebau, Renaturierung Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen

Wenn Tausende von Kranichen und Wildgänsen bei leuchtendem Abendrot in den Schlabendorfer See einfliegen, geht den Besuchern in Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen das Herz auf. Die Zugvögel lieben die Flachgewässer in der Niederlausitzer Bergbaufolgelandschaft als Rastplatz auf ihrer herbstlichen Reise gen Süden. Hunderte Sing- und Höckschwäne beleben schon im Februar das Gebiet. Wo einst Kohle abgebaut wurde, ist eine reizvolle Landschaft mit Wäldern, Seen und Dünen entstanden. Uferschwalben, Wolf, Wiedehopf und viele weitere seltene Arten haben hier neuen Lebensraum gefunden.

Eine neue Chance für die Natur

Seit dem Ende des Tagebaus 1991 erobert sich die Natur die geschundenen Flächen zurück. Heinz Sielmann, der bekannte Tierfilmer, erkannte das große ökologische Entwicklungspotenzial der Bergbaufolgelandschaft. Er erwarb mit seiner Stiftung seit dem Jahr 2000 in und um Wanninchen ... 

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... ca 3.300 Hektar, um sie für den Naturschutz zu sichern.

Bizarre Wüstenlandschaft

In den sandigen Dünen, die der Tagebau zurückgelassen hat, haben sich seltene Pflanzen wie Sandstrohblume, Silbergras und Mähnengerste angesiedelt. Kleine Lebewesen wie Sandohrwurm, Kreiselwespe und Blauflüglige Sandschrecke fühlen sich hier wohl.

Auch eine Wolfsfamilie ist auf den weiten, störungsarmen Flächen heimisch geworden. Ein Nachweis über Nachwuchs dieser scheuen Vierbeiner gelang im Jahr 2013 durch Aufnahmen einer Fotofalle und durch die Sichtung mittels Spektiv.

Wertvolle Moore und Feuchtgebiete

Rund 270 Hektar der Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen sind wertvolle Moorflächen. Als natürliche CO2-Speicher sind sie äußerst wichtig für den Klimaschutz. Sie sind darüber hinaus Refugium für seltene Tiere wie Zweigestreifte Quelljungfer, Bergmolch und Kranich sowie besondere Pflanzen wie Glockenheide, Sonnentau und Gagelstrauch. Mit dem Zukauf der Bornsdorfer Teiche konnten 2016 weitere 19 Hektar Feuchtgebiete für den Schutz der Artenvielfalt gesichert werden.

 

Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum in Wanninchen

Das letzte Haus des Dorfes, das die Bagger stehen ließen, ist heute das Natur-Erlebniszentrum der Heinz Sielmann Stiftung. Ausstellungen zur Landschaft und ihren Tier- und Pflanzenarten, zu den "verschwundenen Orten" sowie zum Leben von Heinz Sielmann, Bienenlehrpfad, Findlingsgarten, Naturspielplatz und ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm locken jedes Jahr große und kleine Besucher nach Wanninchen.

Schulklassen und Kitagruppen können in Wanninchen einen entdeckungsreichen Tag in der Natur verbringen. Auch an Kindergeburtstagen oder in den Ferien warten spannende Angebote auf kleine Spürnasen.

Vom Aussichtsturm am Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum können die Besucher in jedem Herbst das unvergessliche Zugvogel-Spektakel erleben. Auch eine barrierefreie Aussichtsplattform ermöglicht einen Rundum-Blick über den Schlabendorfer See und die faszinierende, sich ständig verändernde Bergbaufolgelandschaft in der Niederlausitz.

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Flyer mit aktueller Wanderkarte Zweite Chance für die Natur

Sielmanns Naturlandschaft Wanninchen Leitbild

Wanninchen Voller Leben

EU-Projektförderung Neue Ausstellung in Wanninchen

Die Heinz Sielmann Stiftung erhielt für die Neugestaltung einer inter­aktiven Aus­stellung im Natur-Erlebnis­zentrum Wan­ninchen eine EU-Projekt­förderung, bewilligt durch den Euro­päischen Land­wirtschafts­fonds für die Entwick­lung des ländlichen Raumes (ELER) und der Europäischen Kommission für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (KOM).

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Mit dem Projekt wird ein inhaltsreiches, didaktisch wertvolles und modernes Besucher­informations­zentrum entstehen, das die Bergbau­folgelandschaft als Allein­stellungsmerkmal des Naturparks Nieder­lausitzer Land­rücken und "Hotspot" der biologischen Vielfalt schwerpunkt­mäßig betrachtet. Der Beginn der Umbau­maß­nahmen ist für das 2. Halbjahr 2018 geplant, um zum Saisonstart im Frühjahr 2019 die neue Aus­stellung zu eröff­nen. In einem zweiten Bau­abschnitt werden neue the­ma­tische Be­reiche im Außen­gelände gestaltet.

EU-Projektförderung Umweltbildung

Das Umweltbildungsangebot bieten wir 2018 kostenfrei an, da die Veranstaltungen durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und das Land Brandenburg gefördert werden.