© Berndt Fischer

Wiederansiedlung des Habichtskauzes

Der Habichtskauz kehrt zurück

1926, so vermuten Experten, wurde im Böhmerwald und dessen süd-westlichen Ausläufern, dem Bayerischen Wald, der letzte Habichtskauz erschossen. In den Naturparken Steinwald, Fichtelgebirge und Nördlicher Oberpfälzer Wald werden seit 2017 wieder Habichtskäuze angesiedelt. Der Habichtskauz soll als wichtige Leitart dabei helfen, die Biodiversität und die Lebensräume der Kultur- und Waldlandschaften Nordbayerns und der angrenzenden Gebiete Sachsens, Thüringens und Tschechiens zu verbessern.
 

Die Heinz Sielmann Stiftung unterstützt das Projekt mit einer Förderung von 25.000 Euro im Zeitraum 01/2020 bis 12/2024.

Habichtskauz© Berndt Fischer
Habichtskauz

In den Jahren 2017 bis 2021 erhielt der Verein für Landschaftspflege, Artenschutz und Biodiversität in Bayern e.V. aus Zoos und Wildparks insgesamt 44 junge Habichtskäuze zur Wiederansiedlung. Diese gewöhnte man in Volieren rund vier Wochen lang ein, bevor man sie endgültig auswilderte.

In einem Umkreis von rund 50 Kilometern wurden rund 200 Brutkästen installiert. Zur Verbesserung der für den Habichtskauz typischen Strukturelemente begann der Verein mit seinen Kooperationspartnern, offene Flächen im Wald, Kleingewässer sowie starkes stehendes Totholz und Hochstümpfe neu zu schaffen oder vorhandene Strukturen zu verbessern.

 

Von dem Projekt profitieren auch andere Vogelarten, Flechten und Moose, Amphibien, Fledermäuse, xylobionte Pilze und die Insektenfauna der Wälder.  

Um die tatsächliche Verbreitung der ausgewilderten Habichtskäuze genauer zu analysieren und zu unterstützen, wird seit 2020 im Rahmen einer sogenannten Telemetriestudie die Verbreitung und der Aufenthalt der Habichtskäuze erforscht. Die Ergebnisse fließen ein in die weitere Schaffung von Brutangeboten durch gezieltes Aufhängen von Nistkästen und Strukturverbesserungen in den besiedelten Habitaten.

 

Kontakt

Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V.

Schloßstraße 104
92681 Erbendorf

E-Mail: info@landschaft-artenschutz.de
Webseite: www.landschaft-artenschutz.de

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