Wir können nur schützen, was wir auch kennen Forschungsarbeit

Die Pflege und Gestaltung der Döberitzer Heide mit Wisenten und Przewalski-Pferden dient nicht nur der Erhaltung und Förderung der biologischen Artenvielfalt in den verschiedenen Biotopen sondern leistet auch einen bedeutenden Beitrag zu bestehenden Arterhaltungskonzepten von Wisenten und Przewalski-Pferden. Beide Tierarten waren beinahe ausgestorben und stehen seither unter Schutz.

Zum besseren Verständnis der Lebensweisen und Ansprüche von Wisenten und Przewalski-Pferden an ihren Lebensraum hat im Februar 2016 ein mehrjähriges Promotionsprojekt in der Wildniskernzone der Döberitzer Heide begonnen. Dieses wird sowohl von der Heinz Sielmann Stiftung als auch dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung im Forschungsverbund Berlin e.V. sowie der Universität Rostock gefördert. 

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Ziel des Projektes ist es, fundierte Aussagen unter anderem zur Raumnutzung und Nahrungspräferenzen beider Tierarten in der Döberitzer Heide treffen zu können. Dafür werden die Tiere hinsichtlich ihres Verhaltens direkt oder mittels Wildtierkameras beobachtet. Es werden Proben der bevorzugten Futterpflanzen entnommen und auf nutritive Inhaltsstoffe analysiert. Kotproben geben Aufschluss über die aufgenommen Pflanzenarten und über die Verdaulichkeit. Ebenso können anhand der Analyse von Haarproben Rückschlüsse auf die aufgenommene Nahrung gezogen werden.

Die Erkenntnisse des wissenschaftlichen Forschungsprojektes dienen als ergänzende Grundlage für internationale Wieder­ansiedlungs­projekte von Wisenten und Przewalski-Pferden.

Im Rahmen der Promotionsarbeit wurde ein umfassendes Gesundheitsmonitoring eingeführt, welches eine ganzjährige Einschätzung des Gesundheitszustandes der Wisente und Przewalski-Pferde im Semi-Reservat Döberitzer Heide ermöglicht.

Zum Abschluss des Promotionsprojektes wird eine Kapazitätsgrenzenanalyse durchgeführt. Daraus wird hervorgehen, wie viele Wisente und Przewalski-Pferde in der Wildniskernzone koexistieren können.

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Drei junge Wissenschaftler Forschungsteam

Spannende Bilder

Bilder aus der Wildnis Wildtierkameras

Während der Durchführung des Promotionsprojektes sollen die Tiere in der Wildniskernzone so wenig wie möglich in ihrem natürlichen Verhalten beeinträchtigt werden. Viele der Tiere zeigen dem Menschen gegenüber eine natürliche Scheu und können daher von uns nicht direkt beobachtet werden. Aus diesem Grund wurden in verschiedenen Bereichen der Wildniskernzone Wildtierkameras aufgehangen. Mit Hilfe derer Erhalten wir unter anderem einen Eindruck über die Populationsgrößen vom Wisent und Przewalski-Pferd aber auch vom Rehwild, Damwild und Rotwild.

Fragen zum Forschungsprojekt? Kontakt

Bei Fragen oder Interesse an einem Praktikum oder einer Abschlussarbeit im Projekt:

Luisa Zielke
zielke(at)izw-berlin.de