Die markanten Sandsteinfelsen der Teufelsmauer ziehen sich über mehrere Kilometer durch das nördliche Harzvorland. Die rund 80 Millionen Jahre alten Formationen entstanden durch die Erosion angehobener Gesteinsschichten und zählen heute zu den bedeutendsten Geotopen Deutschlands.
Seltene Arten finden in den Felsspalten geschützte Rückzugsräume
Felsspalten und karge, sonnenexponierte Hänge bieten spezialisierten Arten wertvolle Lebensräume. Wanderfalke nutzen die Felswände als Brutplätze, Fledermäuse finden in Spalten und Höhlen Quartiere. Zauneidechse, Schlingnatter und seltene Pflanzengesellschaften profitieren von den warmen, nährstoffarmen Standorten. Teile der Teufelsmauer stehen bereits seit 1833 unter Schutz, um den Abbau des Gesteins und damit die Zerstörung der Felsen zu stoppen.
Eindrucksvolles Wandererlebnis
Erleben lässt sich die besondere Landschaft auf dem rund 20 Kilometer langen Teufelsmauerstieg zwischen Ballenstedt und Blankenburg. Der markierte Wanderweg führt entlang der eindrucksvollen Felsformationen und bietet weite Ausblicke über den Harz und das Harzvorland.
Wie die Teufelsmauer zu ihrem Namen kam
Der Name der Teufelsmauer geht auf eine alte Sage zurück: Demnach wollte der Teufel in nur einer Nacht eine Mauer errichten, um sich mit Gott die Herrschaft über die Erde zu teilen. Doch der Schrei eines Hahns ließ ihn glauben, die Nacht sei bereits vorüber, woraufhin er sein fast vollendetes Werk aus Wut wieder einriss. Die Brüder Grimm nahmen die Erzählung in ihre Sagensammlung auf; weitere Sagen ranken sich bis heute um markante Felsen der Teufelsmauer.